„Titanic Twiglet“
Ein riesiger Twiglet aus Hefeteig mit Marmite
Du brauchst:
½ Pint warmes Wasser
1 TL Zucker
12 g Trockenhefe
1 lb helles Brotmehl
2 EL Öl (Olivenöl ist am besten, aber ich hatte keins)
1 TL Salz
ein Klecks Marmite
Ich wollte mich mal an einem herzhaften Riesen-Snack versuchen, denn davon gibt es auf PMS leider viel zu wenige – und was sollte ich schon anderes in XXL nachbauen als mein absolutes Lieblingsknabberzeug – den Twiglet (britisches Salzgebäck mit Hefeextrakt-Geschmack)!
Das Wichtigste zuerst: die Leckereien zusammensuchen – oh Schreck, oh Graus, ich habe keine Twiglets im Haus, muss also erst einkaufen gehen, bevor ich das obligatorische Vergleichsfoto machen kann. Eine schnelle Suche nach dem Motto GIMF (Google ist mein Freund), und schon taucht ein Bild auf, an dem ich mich orientieren kann.

Ich habe beschlossen, es als Knabberei auf Brotbasis zu probieren (wird wohl eher was zum Dranrumnagen, aber du weißt schon, was ich meine!) Ich bin mir nicht sicher, ob der echte Twiglet überhaupt auf Brotbasis ist, aber hey, das ist mein Riesen-Snack, und ich kann damit machen, was ich will!
Für alle, die sich mit Hefeteig nicht auskennen: Die beste Hefe ist die, die man erst eine Weile mit Wasser anrühren muss, bevor man sie verwendet – die trockene ‚Schnellhefe‘ ist gut, aber eben nicht so gut. Also kamen in ein halbes Pint warmes Wasser ein Esslöffel Hefe und ein Teelöffel Zucker (der Zucker war schüchtern und hat es nicht aufs Foto geschafft)
Als die Hefe eine schöne Schaumkrone hatte, habe ich das Mehl abgewogen und einen Teelöffel Salz dazugegeben (das ich auf dem ursprünglichen Foto vergessen hatte)

Dann habe ich alles grob vermischt, bis es fast wie Teig aussah

Dann habe ich ihn auf die Arbeitsfläche gekippt und geknetet, bis er sich schön federnd und gummig-elastisch anfühlte.
Jetzt muss der Teig eine Weile ruhen. Was du machst, während der Teig ruht, bleibt dir überlassen, aber ich habe mich mit einer Tasse Tee und einem Stück vom Riesen-Snack vom Samstag hingesetzt – dem gigantischen Bourbon-Keks.

Nachdem der Teig geruht hatte, war es Zeit, ihn in eine Twiglet-mäßige Form zu bringen. Ich habe eine lange Wurst ausgerollt und an den Seiten ein paar Knubbel angesetzt, um ihm diese zweigtypische Authentizität zu verleihen.

Jetzt muss der Teig gehen – noch mehr Bourbon-Keks schaffe ich gerade nicht, also mache ich etwas Albernes wie Hausarbeit!

Nach langsamem Backen (20 Minuten bei 180 °C), bis er knusprig und gebräunt ist, kommt der letzte Schliff – eine ordentliche Ladung Marmite, großzügig draufgekleckst. Das Marmite sah ein bisschen blass aus, also habe ich das Ganze noch mal für etwa 5 Minuten in den Ofen geschoben, damit das Marmite eine dunklere Farbe bekommt.

Vergleich mit dem Original: Winziger Twiglet: kaum 1 g; Titanic Twiglet: 538 g! Zweigtastisch: 538-mal schwerer
