Pimp That Snack
Sprache: Deutsch

„Titanic Teacake“

Ein riesiger Teacake mit Marshmallow-Füllung

Ursprünglich wollten wir einen Mars Delight in XXL nachbauen, weil wir das noch nirgends
gesehen hatten und ein riesiger uns wahrscheinlich genug Nährstoffe geliefert hätte, um damit
bis zum Semesterende durchzukommen, ohne noch mehr Essen kaufen zu müssen. Aber ehrlich gesagt klang das
nach ein bisschen zu viel Aufwand, mit dem ganzen cremigen Kram und dem
Waffelzeug. Also haben wir uns nach einer Eingebung (danke, Kate!) für den bescheidenen
Teacake (Keksboden mit Marshmallowhaube im Schokomantel) entschieden.

Die Zutaten haben wir bei einem Bummel durch Sainsbury’s ausgesucht – das billigste Zeug, das
es gab, natürlich, ganz im echten Studentenstil. Anmerkung – keine Ahnung, was in der
Billigmarmelade drin ist, aber für 30 Pence und dem Geschmack nach zu urteilen, wette ich, dass es kein
Obst ist.

„Titanic Teacake“, photo 1 of 9

Dann haben wir die Schränke nach passenden behälterartigen Dingern geplündert und uns für eine
Müslischale für die äußere Schokohülle entschieden, dazu irgendein chinesisches Schüsseldings
als Form für die Mitte aus Blancmange (eine Art Pudding).

Wir haben die Schokolade in der Mikrowelle geschmolzen und in der Schale verteilt, dann haben wir das
chinesische Schälchen in die Mulde in der Mitte gesetzt, das dummerweise ständig wieder
auftauchen und herumdümpeln wollte.

„Titanic Teacake“, photo 2 of 9

Ach, Marmite, gibt es irgendwas, das du nicht kannst?
Ab damit in den Gefrierschrank.

„Titanic Teacake“, photo 3 of 9

Dann die Blancmange angerührt, was mit unnötig viel Milcherhitzen
und ständigem Abspülen von Utensilien verbunden war. Leider kann ich einfache
Anleitungen nicht befolgen – statt dass die Blancmange in drei Stunden fest wurde, hatten wir am
nächsten Morgen immer noch eine schwappende rosa Plörre. Ein neuer Plan musste her.

Einfallsreich, wie wir als Riesen-Snack-Team nun mal sind, haben wir mit den übrig gebliebenen
Marshmallows von unserer Grillparty improvisiert.

„Titanic Teacake“, photo 4 of 9

Geschmolzene Marshmallows sind womöglich die klebrigste Substanz auf dem ganzen Planeten – die Masse
landete erst in der Schokohülle, nachdem sie jede Oberfläche
und jeden Löffel in der Küche überzogen hatte. Wie sich herausstellte, hatten wir ein paar zu viele genascht und mussten
einen Notfall-Ausflug zum Laden an der Ecke machen, um Nachschub zu holen. Es gab nur noch weiße – also
gibt’s eben eine schicke zweifarbige Füllung!

„Titanic Teacake“, photo 5 of 9

Im Hintergrund sieht man, wie der Zustand der Küche immer schlimmer wurde, je weiter das
Projekt voranschritt. Am Ende war’s…interessant.

Die Oberseite der Marshmallow-Schoko-Köstlichkeit mit der speziellen
Marmelade bestrichen, und dann war es Zeit für den Shortbread-Boden!

Einen Shortbread-Teig aus Mehl, Zucker und Margarine angerührt, aber nichts
gefunden, womit wir den Boden ausstechen konnten – wieder war Improvisation gefragt!

„Titanic Teacake“, photo 6 of 9

Im Ofen gebacken, abkühlen lassen usw. usw.… dann dick mit noch mehr geschmolzener
Schokolade bestrichen, damit er die Unterseite des Teacakes bildet, und ab in den Gefrierschrank. Zu
diesem Zeitpunkt war uns von der ganzen Schokolade, die wir
‚aufgeräumt‘ hatten, schon ziemlich übel, weil sie jedes Mal überall landete. Die Schüssel mit Marshmallow
und Marmelade in heißes Wasser gestellt, um den Inhalt herauszulösen – dabei aus Versehen zu viel Wasser genommen und
die Oberseite geflutet – aber nichts, was man nicht aufwischen kann. Ist immer noch gut!

„Titanic Teacake“, photo 7 of 9

Die Schüssel auf den Boden gestürzt. Katastrophe! Durch Übergeschmelze brach ein
schokoladiger Erdrutsch hervor, und wir mussten blitzschnell sprinten, um das Ding
zurück in den Gefrierschrank zu pfeffern.

„Titanic Teacake“, photo 8 of 9

Auch wenn es in diesem Stadium nicht sehr vielversprechend aussah, war das fertige Projekt ziemlich
XXL-tastisch und ließ den mickrigen, jämmerlichen Versuch von Sainsbury’s wie einen Zwerg aussehen. Die
Schokolade oben war etwa einen Zoll dick, also wurde er eher aufgesägt bzw. aufgeschlagen
als sauber halbiert, aber der unvermeidliche Querschnitt spricht für sich:

„Titanic Teacake“, photo 9 of 9

Und abgesehen von der bizarren Marmelade hat er sogar ziemlich gut geschmeckt. Damit wäre
die Teestunde für eine Weile gesichert.

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