Snickers-Eis
Ein riesiger Eisriegel mit selbst gemachtem Vanilleeis
Das Problem: der Wunsch, etwas zu erschaffen, das PimpThatSnack.com würdig ist, durchkreuzt von mangelnder Begeisterung für die meisten Schokoriegel – und die zwei, die ich wirklich mag, hat schon jemand gemacht (Twix, KitKat).
Die Lösung: Wir denken ein kleines bisschen um die Ecke und bauen eine XXL-Version vom Snickers-Eisriegel. Mit selbst gemachtem Eis. Und dunkler Schokolade, weil wir halt so drauf sind.
Die Zutaten:

Das wären etwas Zucker, ein paar Karamellbonbons, Party Peanuts, Magermilch, Baker’s Cream (bei Safeway gab’s keine andere Schlagsahne mehr), Eier, eine Vanilleschote und drei, jawohl, drei Beutel à 12 oz Schokodrops zum Schmelzen. Und die haben wir auch alle verbraucht.
Zuerst haben wir (hauptsächlich Dante) die Eismasse zubereitet, eine richtige Vanillesoßen-Basis mit Eigelb und einer Vanilleschote, dazu noch mehr Vanille, die nicht mehr in der Schote steckte, plus Milch und Sahne. Von diesem Schritt habe ich allerdings nur ein Foto gemacht: wie die Sahne mit der Schote darin köchelt.

Das Ganze kam zum Abkühlen ins Gefrierfach, und wir haben uns an die Hülle gemacht. Wir haben zwei Kastenformen mit Alufolie ausgelegt, damit sich der Schokoladenüberzug später leichter lösen lässt, und sie ins Gefrierfach gestellt, damit sich der Schokoladenüberzug später leichter auftragen lässt. Dann haben wir etwas Schokolade geschmolzen. Die erste von vielen solchen Schmelzaktionen.
Wir haben ein Wasserbad benutzt. Da schmilzt sie schnell. Die Seitenwände der Formen bestrichen (aber nicht den Boden, denn wir wollten diese leichte Schräge, die nach oben schmaler wird, nicht andersrum). Eigentlich haben wir jede Form erst an zwei Seiten bestrichen, zum Festwerden ins Gefrierfach gestellt und dann die anderen zwei Seiten bestrichen. Das lief reibungslos.
Die Eismasse kam für 25 Minuten in die Eismaschine, und heraus kam lecker aussehendes Vanilleeis (und das war kein Trick, es war das beste Vanilleeis, das ich je gegessen habe).

Das Eis in eine der vorbereiteten Hüllen gegossen. Ursprünglich wollten wir zwei machen, eine davon mit Kaffeegeschmack. Nachdem die erste Hülle voll war, haben wir gemerkt, dass das schon unser ganzes Eis war. Die zweite Hülle steht jetzt also einfach leer im Gefrierfach rum. Die gefüllte Hülle kam eine Weile ins Gefrierfach, damit das Eis etwas nachhärten konnte, bevor wir den Überzug fertig machten. Im Nachhinein hätte sie in dieser Phase länger drinbleiben sollen.

Dann haben wir noch mehr Schokolade geschmolzen. Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal.
Die geschmolzene Schokolade kam oben auf die gefüllte Hülle. Das passierte sogar in zwei Etappen, in der Hoffnung, dass das Eis dann weniger schmilzt. Keine Ahnung, wie viel das gebracht hat, denn später ist es definitiv geschmolzen.

Das Ganze kam zum Festwerden wieder eine Weile ins Gefrierfach, und dann habe ich es auf ein mit Alufolie abgedecktes Schneidebrett gestürzt. Es aus der Form zu bekommen war dank der Alufolie, mit der wir sie ausgelegt hatten, total einfach. Die Alufolie abzubekommen war deutlich schwieriger und hat zu einem Teil der oben erwähnten Schmelzerei geführt. Dann kam es wieder eine Weile ins Gefrierfach. Auch diesmal hätte es länger sein sollen.
Zeit fürs Karamell. Das Karamell war beim Schmelzen deutlich weniger entgegenkommend als die Schokolade. Es lag einfach ewig als Klumpen da. Irgendwann war dann alles geschmolzen, und wir haben die Erdnüsse untergemischt. Beim Fotografieren war ich in dieser Phase etwas nachlässig und habe nur ein Bild vom klumpigen, schmelzenden Karamell.

Die Karamell-Erdnuss-Mischung auf eine Silikonmatte gegossen, die wir dann aufgerollt und ins Gefrierfach gesteckt haben. Auch hier die Kamera vernachlässigt. Die Karamellrolle rausgeholt, auf die richtige Größe zugeschnitten und in die (leicht ausgehöhlte) Oberseite des Blocks gesteckt.
Noch mehr Schokolade geschmolzen (das Foto erspare ich dir) und oben auf den Block geschmiert

Das 10 Minuten im Gefrierfach fest werden lassen, noch mehr Schokolade geschmolzen und eine letzte glättende Schicht Schokolade über den ganzen Block gegeben.
Das Biest eingefroren, zu Abend gegessen, aus dem Gefrierfach geholt. Vergleich mit dem Vorbild, noch unaufgeschnitten.

Und aufgeschnitten

Das Urteil: 30 $, sechs Stunden. Und jeden Cent und jede Sekunde wert. MMMMMM.