Pimp That Snack
Sprache: Deutsch

„PimpedMac“

Ein riesiger selbst gemachter Big Mac

Ich habe neulich zum ersten Mal diesen Dokufilm Super Size Me gesehen, und ich
weiß ja nicht, wie es dir geht, aber ich hatte danach richtig LUST auf McDonalds. Da war sie also,
die Inspiration,
einen wahrhaft allmächtigen Big Mac™ in Supersize zu erschaffen… den PimpedMac®.

Kosten:

800 g Rinderhack: 1,24 £
Spezialsoße: 0,18 £
½ Salatkopf: 0,32 £
2 Zwiebeln: 0,16 £
Käsescheiben: 0,44 £
½ Glas Gewürzgurken: 0,24 £
Zutaten fürs Brötchen: 0,22 £

Gesamtkosten: 2,80 £

„PimpedMac“, photo 1 of 16

Vor ein paar Jahren war der McDonald’s-Konzern so nett, der ganzen
Welt genau zu verraten, was in einem Big Mac™ steckt: „Zwei reine Rindfleisch-Pattys, spezielle
Soße,
Salat, Käse, Gurken, Zwiebeln auf einem Sesambrötchen.“ Alles eigentlich ganz
unkompliziert, abgesehen von diesem exotisch klingenden Elixier, der Spezialsoße. Was
war denn so speziell an der Soße?

Mir war klar, dass es einen gewaltigen
Rechercheaufwand brauchen würde, um das herauszufinden. 15 Sekunden später, dank meinem und deinem Freund – Google –, war der erste Link TopSecretRecipes.com mit den
genauen Bestandteilen
der speziellen
Soße
.

So speziell ist sie eigentlich gar nicht, aber das Rezept weist darauf hin, dass sie
wie viele große Cordon-bleu-Rezepte mehrere Stunden im
Kühlschrank braucht, damit sich die
Aromen
entfalten können. Also machen wir zuerst die Soße:

Die zweifelhaft aussehende Substanz ist ein Esslöffel geriebene
Zwiebel (und wenn du schon beim Zwiebelschneiden heulst, willst du echt NICHT versuchen,
sie zu reiben). Der Rest sind 125 ml Mayonnaise, 2 EL French Dressing,
4 TL Gurkenrelish, 1 TL weißer Essig, 1 TL Zucker und 1/8 TL Salz. Ab in
meine Happy-Bunnies-Schüssel damit:

„PimpedMac“, photo 2 of 16

Es sieht jetzt schon so appetitlich aus, dass ich mich schwer beherrschen musste,
es nicht aufzuessen. Die Gurkenstückchen hätten Probleme mit der Konsistenz machen können,
also hat eine kurze Runde im Mixer das geregelt:

„PimpedMac“, photo 3 of 16

Kurz probiert, und erstaunlicherweise schmeckt es tatsächlich ziemlich überzeugend.

Ab in den Kühlschrank mit der Spezialsoße und jetzt ist Zeit für das
Sesambrötchen. Wie alle Brotbackautomaten-Besitzer, die was auf sich halten, habe ich ein Rezeptbuch
für den Brotbackautomaten. Zum Glück steht darin ein Rezept für Hamburgerbrötchen, mit der seltsamen
Angabe, dass der Sesam „optional“ ist – was ist denn bitte ein
Sesambrötchen ohne Sesam?

Nach 90 Minuten Brotbackautomaten-Magie
haben wir
einen ziemlich
ansehnlichen Teig:

„PimpedMac“, photo 4 of 16

Das Rezept ergibt angeblich 9 Brötchen oder 3 PimpedMac®-Schichten.

„PimpedMac“, photo 5 of 16

Ich habe keine Backbleche, die groß genug für diese Babys sind, also ab auf geölte Alufolie
damit. Die Substanz ganz rechts auf diesem Foto, die aussieht
wie eine Flasche Urin, ist in Wirklichkeit Sonnenblumenöl. Unglaublich, was Blitzlichtfotografie
mit Farben anstellt.

Eine halbe Stunde gehen lassen….. also schauen wir mal nach der Spezialsoße.. Sie scheint schön einzudicken. Das läuft alles verdächtig gut. Nach dem
Gehen muss eins der drei Teigstücke mit Milch bestrichen und mit Sesam bestreut werden.
Wenn du noch mitkommst, hast du sicher schon geschlussfolgert, dass daraus die oberste Schicht
des Sesambrötchens wird.

Nach 12 Minuten Backzeit ist das Brötchen fertig… vielleicht etwas unförmig, aber das
trägt alles zu seinem rustikalen Charme bei:

„PimpedMac“, photo 6 of 16

„PimpedMac“, photo 7 of 16

Jetzt zum Rindviech-Teil. 800 g Rinderhack nehmen……halbieren……dann in dieselbe Form wie die Bratpfanne klopfen, damit es auch sicher reinpasst,
wenn es ans Braten geht…

„PimpedMac“, photo 8 of 16

Was sagst du zu diesen zwei reinen Rindfleisch-Pattys?

Okay, Zeit, dass der Plan aufgeht. Während Rindfleisch-Patty „A“ links neben mir
wütend in der Pfanne spritzt, nimm Sesambrötchen Ebene Eins…..Salat drauf…..und Käse. Ein Big Mac hat eine mickrige Scheibe Käse, wie das
Foto beweist, nach dem ich mich richte, aber Käsescheiben gibt’s in 10er-Packungen, also wäre es sinnlos,
welche zu verschwenden. Man beachte, wie die Scheiben vorne, genau wie der Salat,
keck so platziert wurden, dass sie nach dem Zusammenbau verlockend herausschauen.

„PimpedMac“, photo 9 of 16

In der Zwischenzeit kommen die Spezialsoße und Salat auf
Sesambrötchen Ebene Zwei.

Nachdem der Burger gewendet ist (na ja, nicht ganz gewendet; ich habe einen Teller draufgelegt
und die Pfanne umgedreht, weil ich keine Lust habe, eine Pfanne voller Fleisch
und kochendem Fett wie einen Pfannkuchen hochzuwerfen), kommt er auf den Käse, und ein paar gehackte Zwiebeln machen Schicht Eins komplett.

„PimpedMac“, photo 10 of 16

Schicht Zwei bekommt natürlich die Gurken. Ein halbes Glas sollte
reichen.

„PimpedMac“, photo 11 of 16

Und Rindfleisch-Patty „B“ macht Schicht Zwei komplett:

„PimpedMac“, photo 12 of 16

An dieser Stelle kam meine Katze, um nachzusehen, was es mit der ganzen Aufregung und den Fettspritz-
Geräuschen auf sich hatte. Von der Gewürzgurke, die ich ihr gegeben habe, schien sie nicht allzu begeistert.
Zickige Kuh.

Nach dem Katzen-Intermezzo konnte die Endmontage beginnen. Das Fundament ist gelegt. Dann wird Schicht Zwei in Position gehievt:

„PimpedMac“, photo 13 of 16

Und zum Schluss wird die Sesamkrone vorsichtig aufgesetzt. Ich kann meine Aufregung kaum zügeln, und die Kamera fängt an zu wackeln, obwohl
das auch an dem Bacardi-Cola liegen könnte, den ich zur Beruhigung meiner Nerven kippe.
Ein kurzer Stoß mit der Lötlampe bringt den Käse vorne zum Schmelzen, und zwar
auf
dieselbe
Weise wie
auf
dem Foto:

„PimpedMac“, photo 14 of 16
Pimp Daddy will so einen hier

Et voilà! Der PimpedMac® ist fertig. Falls du es nicht erkennen kannst:
Der PimpedMac® ist auf diesem Foto links.

„PimpedMac“, photo 15 of 16
und so einen

Ich hatte am Abend vorher tatsächlich einen echten Big Mac™ für einen Größenvergleich gekauft,
aber nach mehreren Stunden Sauferei in Manchester habe ich ihn leider
auf dem
Heimweg gegessen. Stattdessen habe ich das treue Lineal und die Waage rausgeholt.

9 1/2 Zoll Durchmesser und fast 2 kg Gewicht (ohne Teller). Das ist
MacTastisch! Zum Schluss, und auch wenn es mir das Herz bricht, das obligatorische
Querschnittfoto:

„PimpedMac“, photo 16 of 16
und das alles. lecker!

Da haben wir’s. Morgan Spurlock, da kannst du einpacken!

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