Pimp That Snack
Sprache: Deutsch

„Rave Ring“

Ein riesiger Party-Ring-Keks mit knallbunter Glasur

Die Verpackung der originalen Party Rings scheint stolz damit zu prahlen, dass sie keine künstlichen Konservierungs-, Aroma- oder Farbstoffe enthalten. Mit gerade mal 0,9 g Fett pro Keks zum Angeben braucht dieser Keks dringend eine ordentliche XXL-Kur …. es wäre ein Verbrechen, es NICHT zu tun!

„Rave Ring“: original party rings

Der Plan sah ungefähr so aus:

Zutaten – 125 g Butter
2 Eigelb
250 g Mehl
125 g Zucker
Eine halbe Packung Puderzucker
Psychedelische Lebensmittelfarben für die ach so wichtige Lackierung – wer auch immer entschieden hat, dass Lila und Gelb zusammenpassen: Danke.

„Rave Ring“: ingredients

Ungefähre Kosten – 4,60 £. Danke an Mama für ihre Kaufkraft.

Die Idee war, eine Art riesigen Keksboden zu backen und das Ganze dann mit einer Ladung knalliger Glasur zu bestreichen. XXL-tastisch.

Ich hatte eine Packung der originalen kleinen Kerlchen zum Vergleich bereitstehen. Im Namen der Authentizität holte ich das treue Lineal raus – mickrige 4,5 cm Durchmesser! Lächerlich! Das größte Backblech in der Küche maß stolze 29 cm – locker groß genug für meinen aufgemotzten Party Ring, ganze sechsmal größer mit 27 cm Durchmesser. Oh ja.

Also machte ich mich mit einem Keksrezept aus Good Housekeeping ans Werk. Eier, Zucker und Butter schlug ich schaumig, mit ein bisschen Hilfe von meinem alten Freund, dem Krup Mix 3000 – das Baby hat Power! Brocken butterig-zuckrig-eiriger Köstlichkeit flogen durch die Gegend! Dann wurde das Mehl reingekippt und durchgewalkt, bis ein seidig aussehender Teig entstand. Zwischen den einzelnen Schritten wurden die Rührbesen übrigens sauber abgeleckt, das nur nebenbei.

„Rave Ring“: mix

„Rave Ring“: the dough

In meinem Eifer, mit diesem Riesen-Snack loszulegen, versuchte ich sofort, den Teig auszurollen. Wie töricht das war, merkte ich schnell, als er irgendwie auf der Arbeitsfläche herumschlabberte, in Stücke zerbrach und am Nudelholz kleben blieb. Böser Teig! Ab in den Gefrierschrank! So hatte ich Zeit, den Party Ring bei Tee und Neighbours eingehend zu studieren. Ich entdeckte, dass der Boden tatsächlich mit mehreren Gruppen diagonaler Linien verziert war und das Loch eigentlich eher ein schiefes Sechseck war. Sieh mal einer an.

Nachdem ich den Teig aus den winterlichen Tiefen des Gefrierschranks gerettet hatte, machte ich mich daran, den Keksboden nachzubauen. Im Nachhinein hätte der Boden etwas dicker sein können, aber ich habe so begeistert gerollt (andere Riesen-Snack-Bastler kennen das bestimmt), dass ich mich ein bisschen habe mitreißen lassen. Linien wurden eingeritzt, ein Loch ausgeschnitten, dann kam er auf das mit Bake-O-Glide ausgelegte Backblech und wurde bei etwa 180 Grad 20 Minuten lang gebacken.

„Rave Ring“: fresh baked

Während er im Ofen war, machte ich mich an meine XXL-Farbpalette. Welche Farben sollten es sein? Orange und Weiß? Rosa und Gelb? Nein, es mussten … Lila und Orange sein. Achtung! Lebensmittelfarbe färbt die Hände! Vor allem die gelbe! Nenn mich einfach Nikotin-Lil. Aber egal … ein bisschen Rot, ein Spritzer Blau … ergibt ein perfektes, protziges Lila.

„Rave Ring“: pimpers palette

Sobald der Boden abgekühlt war, wurde Glasur draufgekleckst und verschmiert, um die Grundierung aufzutragen. Löcher wurden geflickt, Finger abgeleckt, und dann wurde liebevoll die gelbe Deckschicht darübergeträufelt und ein Messer hindurchgezogen, um die ach so wichtigen streifigen Linien hinzubekommen.

„Rave Ring“: pimpimg purple

„Rave Ring“: the rave ring

Wie cool ist das denn?!?! Sieh nur, wie der sogenannte „Party“-Ring vor Ehrfurcht zittert neben dem riesigen, dem gewaltigen, dem gigantischen Rave Ring, frisch aus dem Godskitchen!!! Köööööstlich!

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