„Club“
Ein riesiger Club-Riegel mit Keks, Schokocreme und Milchschokolade
Planung
Wir haben lange und gründlich überlegt, was wir wohl beitragen könnten. Unsere ersten Ideen drehten sich um Eiscreme … ein Cornetto oder, etwas ehrgeiziger, eine Viennetta? Doch trotz mehrerer genialer Vorschläge, einen riesigen Brocken Eiscreme herauszuschnitzen, und zwar mit der Black & Decker von Karas Papa, scheiterten wir an den mickrigen Abmessungen unseres Gefrierschranks. Wäre aber echt gut geworden.
Zurück ans Reißbrett. Und dann kam sie, die Eingebung, wie ein Blitz. Es war unsere Bestimmung. Wir mussten niemand Geringeren als diesen bescheidenen Liebling in XXL nachbauen … den Club.
Nimm das, Club! Nimm das.

Vorbereitung
Natürlich haben wir uns zu Forschungszwecken mit Clubs eingedeckt … ja, alle 21 waren zu Forschungszwecken. Wusstest du, dass ein ganz normaler Original Club Chocolate dicke Milchschokolade mit einer zarten Creme mit Schokoladengeschmack und einem knusprigen Keks kombiniert? Zarte Creme mit Schokoladengeschmack?! Ist uns ehrlich gesagt nie aufgefallen, aber wer sind wir, dass wir den Mächten von Jacob’s widersprechen? Na gut. Dann kommt eben auch eine Schicht Creme mit Schokoladengeschmack rein.
Die offensichtliche Schwierigkeit bei dieser Aufgabe war von Anfang an, eine exakte Nachbildung des edlen CLUB-Schriftzugs hinzukriegen. Nach einer Reihe von Vorskizzen (und lächerlichen Ideen mit Lack, Sekundenkleber, Klebeknete und Frischhaltefolie) beschlossen wir, auf lokale Ressourcen zurückzugreifen – wir brauchten etwas, das man zerschneiden kann, das die Schokolade nicht aufsaugt und das dick ist … es lag auf der Hand: ein „Zu verkaufen“-Schild vom Makler. Das in der Nachbarschaft zu beschaffen, hat etwa 10 Minuten gedauert. Wenn du nicht in einer heruntergekommenen Gegend wohnst, empfehlen wir dir, eine in der Nähe aufzusuchen – zieh schäbige Klamotten an, damit du nicht auffällst und keine Prügel kassierst. Wobei du ja sowieso schon auf Diebestour bist, also bist du schon auf halbem Weg.

Keine Sorge – das Schild, das sie geklaut haben, war von einem Haus, das schon vermietet ist!

Nachdem wir das Schild in der Badewanne verdammt gründlich geschrubbt hatten, konnten wir unsere Form bauen. Wir beschlossen, mit einem Gemüsemesser sorgfältig unseren CLUB-Schriftzug herauszuhacken, was gleichzeitig lustig und höchst gefährlich war, also sei auf der Hut! Die ausgeschnittenen Buchstaben (nicht vergessen, das Innere vom B aufzuheben) haben wir mit Malerkrepp in eine große Bratform geklebt – die praktischerweise schon den erhöhten Rand mitbringt – Volltreffer! Wir haben darauf geachtet, das ganze „Zu verkaufen“-Schild mit Klebeband abzudecken … so viel wir auch geschrubbt hatten, es kam uns trotzdem alles ein bisschen falsch vor.
Zusammenbau
Wir haben die Hälfte unseres gewaltigen Schokoladenvorrats geschmolzen und reingegossen. Das hat etwa drei Durchgänge gedauert, wegen unserer jämmerlichen Glasschüssel und weil ein Club nun mal der schokoladigste Riegel überhaupt ist.

Mach nicht so viel Keksteig wie wir. Die Menge für zwei Dutzend Cookies sollte reichen. Nicht für fünfzig Cookies. Das ist zu viel. Viel zu viel. Obwohl wir nur die Hälfte in unsere Form gegeben haben, mussten wir mitten beim Backen oben was abschneiden, weil das Ding außer Kontrolle geriet und versuchte, den Ofen zu übernehmen. War aber ganz praktisch, denn dabei stellte sich heraus, dass die Mitte noch aussah wie ein leicht haferflockiger Kuhfladen. Also wieder ab in den Ofen damit.


Während all das im Gange war, haben wir die Buttercreme angerührt, mit einem elektrischen Handrührgerät, das wir uns von jemandem aus der Nachbarschaft geliehen hatten, den wir bis dahin gar nicht kannten. Danke, liebe Nachbarschaft! (Die Rechnung für das Wegputzen der Schokolade, die absolut überall gelandet ist, schicken wir noch.) Die Website Pimp That Snack ist eindeutig eine Art raffinierter Trick, um den Gemeinschaftsgeist zu fördern. Zumal wir unser fertiges Werk unserer neuen Bekanntschaft und wahrscheinlich der ganzen Straße anbieten werden. Danke, Pimp That Snack!
Als die untere Schokoladenschicht fest war, haben wir die Buttercreme alias „zarte Creme mit Schokoladengeschmack“ draufgeschmiert und unseren Keksteil obendrauf gesetzt, mit einem schönen Spalt zwischen Keks und Formrand, der dann mit noch mehr Schokolade gefüllt werden sollte.

Mittendrin merkten wir, dass wir nicht genug Schokolade hatten. Egal, was du machst: Dir WIRD die Schokolade ausgehen. Wir hatten die Beweise von früheren Pimp-That-Snack-Leuten gesehen und alles durchdacht … wir haben buchstäblich zig Tafeln Schokolade gekauft, sehr zum Leidwesen der Kassenkraft. Aber es reichte nicht. Und bei weniger als zehn Minuten bis Ladenschluss folgte ein Abstecher zu Sainsbury’s, um deren ohnehin schon geplünderte Vorräte an Milchschokolade restlos leer zu kaufen. Wir haben den letzten Schwung geschmolzen und die Form bis zum Rand aufgefüllt.

Heilige Scheiße, ist das viel Schokolade
Als wir das Festmahl, das wir da zubereitet hatten, schließlich stürzen wollten, brauchte es ein bisschen Überredungskunst. Und mit ein bisschen Überredungskunst meinen wir, dass wir auf den Boden der Form hämmern mussten (wobei wir sie verbeult haben), kochendes Wasser drübergießen mussten und sogar überlegten, besagte umgedrehte Form zu bügeln – ein törichtes Unterfangen, wenn man gerade aus dem Pub kommt. Wir hatten so ziemlich die Nase voll, als sich das Ding löste und herausfiel. Es gab allerdings ein kleines Problem … unser Malerkrepp und das „Zu verkaufen“-Schild klebten noch an der Schokolade. „Katastrophe!“, könnte man meinen, aber mit etwas fleißigem Fingernagel-Einsatz hatten wir das Klebeband im Nu ab … und siehe da: der mächtige Club, Kampfgewicht 1 Stone!



Stell dir vor: Wenn du genug Hingabe mitbringst, um an einem Wochentag um fünf vor eins nachts mit einem riesigen Schokoriegel herumzuwurschteln, kannst auch du dich wie Willy Wonka fühlen und einen gigantastischen Snack erschaffen.