„The Daddifee“
Ein riesiges Toffifee aus Toffee, Nutella und Haselnüssen
Das Toffifee – genau wie After Eight und Bendicks Mint scheint es zu den Süßigkeiten zu gehören, die nur in der Weihnachtszeit auftauchen, auch wenn du mit etwas Glück im Januar noch ein paar Packungen im Regal deines örtlichen Poundstretcher (eine britische Billigkette) stehen siehst.


Ein Riesen-Toffifee zu machen, sollte eigentlich einfach sein: Nougat und Haselnuss in einem Toffee-Karamell-Schälchen, oben ein Klecks Schokolade. Aber wie bei so vielen anderen ehrgeizigen XXL-Projekten ahnten wir nicht, dass das Hochskalieren des Toffifee zu unserer Version „The Daddifee“ Probleme machen und in einer Katastrophe enden würde.
Das Wichtigste beim Daddifee war, das Karamellschälchen hinzubekommen. Mit flüssigem Toffee zu arbeiten, ist eine knifflige Sache. Toffee wird bei einer viel höheren Temperatur fest als Schokolade, deshalb ist das Formen eine Herausforderung – die meisten Plastikformen kamen nicht infrage, weil sie schnell geschmolzen wären. Nach langem Hin und Her haben wir uns entschieden, das flüssige Toffee zwischen zwei Rührschüsseln aus Glas einzuschließen, wobei die innere Schüssel auf einem kleinen Ständer stand, den wir aus einer Konservendose geschnitten hatten.

Beim Festwerden würde das Toffee die Form des schmalen Spalts zwischen den Schüsseln annehmen. Danach müsste man nur noch Haselnuss-Schokocreme hineinlöffeln (wir haben Nutella genommen) und das unbesiegbare Naschwerk mit einer Scheibe Blockschokolade krönen, die in einer Backform geformt wurde.

Statt der einzelnen Haselnuss des Toffifee (und ganz im Sinne des richtigen Maßstabs) haben wir uns für ein Häufchen aus rund 30 Haselnüssen entschieden, die mit Toffee zusammengeklebt wurden. Blanchierte Haselnüsse mitten in Northumbria aufzutreiben, war unmöglich, also mussten wir normale kaufen. Sie zu rösten, damit die Haut abgeht, hat nicht wirklich funktioniert, und am Ende haben wir die meisten von Hand geschält.
Mit einem Küchenthermometer wurde das Toffee bis zur Stufe „harter Ballen“ (120 Grad Celsius) erhitzt und in die äußere Schüssel gegossen. Dann wurde eine etwas kleinere Rührschüssel hineingesetzt und nach unten gedrückt, sodass das heiße Toffee in den Zwischenraum gepresst wurde, und so lange festgehalten, bis das Toffee fest war.
Dann stand uns die erste große Herausforderung bevor: die Form auseinanderzubekommen. Eine halbe Stunde und mehrere verbogene Löffel später hatten wir die Schüsseln endlich auseinandergehebelt. Schäden am Toffeeschälchen wurden von Hand glattgestrichen (wie beim Töpfern auf der Drehscheibe). Nach dem Abkühlen kam die Toffeeschale für eine Stunde in den Gefrierschrank, um komplett auszuhärten (wir standen unter Zeitdruck, also schien das eine gute Idee zu sein).
DAS WAR EIN FEHLER!
Kaum war die Schale aus dem Gefrierschrank, fing sie an, laut zu knacken, und tiefe Risse zogen sich über die Oberfläche. Wir wussten, dass wir uns beeilen mussten, denn die gigantische Pracht des Daddifee würde wohl nicht lange währen. Ich habe die Schale vorsichtig umgedreht, das Haselnusshäufchen auf den Boden gesetzt und angefangen, sie mit Nutella zu füllen.


Als die krönende Schokoladenscheibe endlich an ihrem Platz war, war die Karamellschale schon gesprungen. Zwanzig Minuten später waren mehrere weitere Risse aufgetaucht, und die Nutellafüllung war auf den Teller gequollen.
Wer versuchte, das Daddifee zu essen, wurde schnell von der Süße aus Nutella, Toffee und Schokolade überwältigt. Daraus wurde bald ein Heißhunger auf irgendwas unglaublich Herzhaftes als Gegengift – ich habe eine Tüte Chips mit Bacongeschmack verschlungen, die mir wahrscheinlich das Leben gerettet hat.

Es war für uns beide ein schwieriges und letztlich enttäuschendes Riesen-Snack-Debüt, aber wir lassen uns nicht entmutigen. Bis bald zur nächsten XXL-Version!

Sean und Nicola
Das ist das Rezept für das weiche Toffee
12 EL Zucker
8 oz Butter
6 Dessertlöffel Milch
6 Dessertlöffel Golden Syrup (heller Zuckersirup)
1 TL Essig