„The Britainberg“
Ein patriotischer Battenbergkuchen
Dieser Kuchen wurde geboren, als ich beschloss, dass für ein Event mit einem etwas patriotischen Motto etwas Besonderes hermusste. Die Idee traf mich einfach wie der Blitz und musste umgesetzt werden, obwohl ich noch nie auch nur einen ganz normalen Battenberg (britischer Schachbrettkuchen im Marzipanmantel) gebacken hatte. Mit ein bisschen Glück und viel Geduld war der Britainberg geboren!
Was die Zutaten angeht, habe ich mich ziemlich genau an das erste Battenberg-Rezept gehalten, das ich online gefunden habe; am besten achtest du aber darauf, eins zu nehmen, in dem gemahlene Mandeln vorkommen, damit der Kuchen zusammenhält, wenn du ihn in acht dreieckige Balken schneidest. Sei gewarnt: Wegen der ganzen weißen Streifen in der Flagge brauchst du ungefähr dreimal so viel Marzipan wie angegeben. Damit die Farben sauber bleiben, habe ich statt Aprikosenmarmelade Zuckerguss (viel Puderzucker und ein bisschen Wasser) verwendet, um die Schichten zu verbinden. Ich weiß nicht, wie gut Aprikosenmarmelade klebt, aber der Zuckerguss hielt wie Leim und ist womöglich sogar nötig, damit das Bauwerk beim Anschneiden stabil bleibt! Zusätzlich zu den normalen Zutaten brauchst du einen ordentlichen Vorrat an roter Glasur – ich habe zwei ganze (fertig gekaufte) Tuben verbraucht – und blaue Lebensmittelfarbe! Größtenteils sind das ziemlich gängige Zutaten; es würde mich wundern, wenn mich das Ganze viel mehr als fünf Pfund gekostet hätte.

Das eigentliche Backen ist etwas einfacher als bei einem normalen Battenberg, weil du den Teig nicht zweiteilen musst – am Ende wird ja sowieso alles blau! Ich habe ihn in einer Form von 17 x 17 cm gebacken und ziemlich bald, nachdem er so weit abgekühlt war, dass er sich aus der Form lösen ließ, in vier Säulen geschnitten. Wenn du keine 17 x 17 Form hast, plan dein Vorgehen gut, denn jedes Viertel muss ein Rechteck sein und kein Quadrat. Der eigentliche Moment der Wahrheit kommt, wenn du die Rechtecke über die ganze Länge diagonal von Ecke zu Ecke halbierst, aber mit gemahlenen Mandeln sollte der Kuchen fest genug sein, um das auszuhalten. Sobald er in acht Stücke geschnitten ist, lass ihn vollständig abkühlen, bevor du ihn wieder zusammensetzt.
Um eine ungefähre Größe für die diagonalen Marzipanstreifen zu bekommen, habe ich etwas Backpapier auf die Größe des Kuchens zugeschnitten und es als Schablone benutzt, um acht dünne Streifen zu machen – je einen, der oben auf jede Diagonale kommt. Die Streifen wurden mit einem großzügigen Klecks Zuckerguss festzementiert, und zu meiner Beruhigung wurde jedes Stück sofort doppelt so stabil, sobald es ein Rückgrat aus Marzipan bekam. Der Plan war eigentlich, so präzise wie möglich zu arbeiten (das Verhältnis 1:2:3 der Diagonalstreifen), aber das habe ich aufgegeben, im Vertrauen darauf, dass die Leute schon erkennen würden, was es sein soll, und mir ein bisschen künstlerische Freiheit verzeihen!

Nachdem ich festgelegt hatte, welche Stücke jeweils oben und unten in jeder Ebene liegen sollten, bekamen die unteren Schichten eine doppelte Lage rote Glasur, bevor ich die oberen Schichten daraufsetzte und alles fest werden ließ; dabei habe ich noch eine Schablone aus Backpapier gemacht, um herauszufinden, wie groß die inneren weißen Streifen sein mussten. Sie dicker auszurollen als die Diagonalen kam mir richtig vor, hat aber meinen ersten Vorrat an Marzipan aufgebraucht, also musste ich los und Nachschub holen. In der Annahme, dass die erste Ladung Glasur in der Zeit fest geworden war, habe ich auf zwei Außenflächen jedes Rechtecks einen noch größeren Klecks Zuckerguss gegeben und den inneren Marzipanstreifen angelegt und ihn ein bisschen zusammengekniffen, um eine schöne scharfe Kante zu bekommen. Natürlich ist es unglaublich wichtig, dass der innere Streifen auf die richtigen zwei Flächen kommt – an die rechtwinklige Ecke im Marzipan sollte ein Ende der Diagonale stoßen.

Nachdem der Zuckerguss Zeit zum Festwerden hatte, habe ich die beiden unteren Teile mit einer sechsfachen Lage roter Glasur aneinandergeklebt und sie zwischen Orangen- und Apfelsaftkartons eingekeilt, damit sie stabil stehen! Als das fest war, habe ich die beiden oberen Schichten zusammengefügt und darauf geachtet, dass die rote Glasurschicht genauso dick war, damit die beiden zusammenpassen. Als DAS getrocknet war, musste ich nur noch unter Qualen den ganzen Rest der roten Glasur mit meinen schmerzenden Fingern oben auf die untere Schicht quetschen und die obere Schicht obendrauf plumpsen lassen (auch hier: achte darauf, dass sie richtig herum liegt!).

Ich wäre mit der ersten Ladung Marzipan ausgekommen, wenn ich es dabei belassen hätte, aber ich wollte den Kuchen wie einen traditionellen Battenberg einhüllen, und sei es nur wegen der Reaktion bei der großen Enthüllung, wenn das erste Stück abgeschnitten wird. Also habe ich die zweite Ladung zu einer großen Platte ausgerollt, sie rundum mit Unmengen Zuckerguss bestrichen und den Kuchen darin eingeschlagen, wobei ich die Ränder zum Verschließen zusammengedrückt habe.

Und das war’s! Beim Anschneiden ließen sich die Zuschauer zu einer (gesummten) Darbietung der Nationalhymne hinreißen! Und noch besser: Er ist nicht in Stücke zerbröselt, wie ich schon halb erwartet hatte.