Erdnussbutter-KitKat
Vor ein paar Jahren habe ich mal Süßigkeiten gemacht, indem ich Erdnussbutter und Schokolade zusammen geschmolzen habe. Sie waren so lecker, dass ich mir geschworen habe, sie nie wieder zu machen, außer zu einem ganz besonderen Anlass, denn wir hatten sie in ungefähr fünf Minuten alle weggefuttert.
Das Tollste war nicht nur, wie einfach sie zu machen waren, sondern wie edel sie aussahen, denn sie waren glänzend, schimmernd und marmoriert.
Das Erdnussbutter-KitKat ist, wie hier schon jemand gesagt hat, eine wunderbare Kreation. Es wurde zwar schon in Riesengröße nachgebaut, aber in meinem Bestreben, besondere statt einfach nur größere Sachen zu machen, habe ich beschlossen, das ultimative Erdnussbutter-KitKat zu bauen, und zwar mit einer marmorierten Oberseite.
Ehrlich gesagt war es viel schwieriger als gedacht, und ich will nie, nie wieder Erdnussbutter sehen.

Zutaten
Ich habe irgendwann aufgehört mitzuzählen, wie viele Tafeln Schokolade ich verbraucht habe, aber falls du so eins nachmachen willst, brauchst du nach meiner Rechnung –
1200 g Zartbitterschokolade
400 g weiße Schokolade
Ein Glas Erdnussbutter
Eine Packung Eiswaffeln
Das hätte mich 5 £ gekostet
Tatsächlich habe ich wohl ungefähr 2 kg Zartbitter, 1 kg weiße, 1 kg Vollmilch, 2 Packungen Waffeln und 2 Gläser Erdnussbutter verbraucht, und es hat mich ungefähr einen Wochenlohn gekostet. Wie auch immer….
Außerdem habe ich mir bei Ikea eine spezielle neue teflonbeschichtete Kastenform besorgt, nach dem Desaster, als ich versucht habe, das rosa KitKat aus der alten Kastenform zu kriegen. Die hat 2,50 £ gekostet und war jeden Penny wert, denn sie hat genau die richtige Form für ein dickes KitKat.
TAG EINS
Zuerst habe ich die weiße Schokolade geschmolzen und das halbe Glas Erdnussbutter untergerührt. Dann habe ich 400 g Zartbitterschokolade geschmolzen. Die Idee war, diese beiden Schokoladensorten zu marmorieren, also habe ich zuerst die weiße reingegeben, dann die dunkle, und dann beide mit einem Essstäbchen verwirbelt. Das habe ich dann im Gefrierfach fest werden lassen.

Fehler Nummer eins – Als es hart war, fing ich an, die Waffeln daraufzustapeln. Im Nachhinein hätte ich vor den Waffeln ein bisschen geschmolzene Schokolade draufgeben sollen, aber so habe ich sie nur zwischen den Waffeln verwendet.

Dann habe ich die Lücken an den Rändern aufgefüllt und die Form bis oben hin vollgemacht. Nachdem das abgekühlt war, habe ich versucht, es herauszuhebeln.
Teflon ist kein bisschen rutschiger als die alte Antihaftbeschichtung meiner Kastenform, und nach viel Fluchen, einem Bad der Form im heißen Spülbecken und ausgiebigem Streicheln des Bodens mit einem heißen Tuch kam es endlich raus.
Katastrophe! Die Oberseite sah einfach nur weiß aus, ohne jeden Marmoreffekt. Außerdem löste sich der obere Teil sofort von den Waffeln, weil ich sie nicht mit geschmolzener Schokolade festgeklebt hatte.


Dieses KitKat wurde halbiert, um das Innere zu zeigen. Die eine Hälfte kam mit zur Arbeit und wurde gegessen, die andere wurde in Decke und Waffelteil zerlegt; die Decke habe ich in Quadrate geschnitten, um bei einem Meeting ein paar Leute zu bestechen, und die untere Hälfte wurde „für alle Fälle“ aufgehoben.
TAG ZWEI
Nachdem ich noch mehr Schokolade gekauft hatte, habe ich es noch mal versucht. Diesmal habe ich die beiden Schokoladensorten in Streifen gegossen und wieder versucht, sie zu verwirbeln. Diesmal hatte ich genug Schokolade, um außer der langen Kastenform auch noch eine kürzere Kastenform zu benutzen.
Fehler Nummer 2 – Ich habe außerdem geschmolzene Erdnussbutter benutzt, um die Waffeln auf dem Boden festzukleben.

Außerdem habe ich für die Decke Zartbitterschokolade genommen, aber im unteren Teil Vollmilchschokolade, um die Waffeln zusammenzukleben.
Fehler Nummer 3 – Ich hatte nur genug Waffeln und Schokolade für das lange KitKat – das kürzere wurde nach etwas geschmolzener Erdnussbutter und ein paar Waffeln aufgegeben. Aber keine Sorge, es wurde nicht verschwendet, wie wir noch sehen werden.
Als es wieder fest war und ich beim Versuch, es aus der Form zu kriegen, einen weiteren Nervenzusammenbruch hatte, sah ich enttäuscht, dass die Oberseite schon wieder nicht geklappt hatte. Inzwischen war ich kurz davor, mir mit dem Messer die Pulsadern aufzuschneiden, aber stattdessen habe ich es nur in 3 Stücke geschnitten und verschenkt.

TAG DREI
Letzter Versuch. Ich habe die „Decke“ aus der kürzeren Kastenform genommen und die Erdnussbutter und die Waffeln in eine Schüssel gekratzt. Nachdem ich an der marmorierten Schokolade herumgemeißelt hatte, kam ein ziemlich gutes Muster zum Vorschein. Ich witterte meine Chance und drehte die Decke andersrum.

Dann habe ich die Waffeln mit der Erdnussbutter zerdrückt und beschlossen, das wieder als „Sandwich“ zu verwenden. Da fiel mir der verschwendete Waffelteil von Tag eins wieder ein, also habe ich ihn geholt und noch obendrein oben draufgelegt. Jetzt fehlte nur noch etwas geschmolzene Schokolade als Bindemittel. Ich konnte keine Zartbitterschokolade finden, die billig genug war, also habe ich wieder Vollmilch genommen.
Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, obendrein noch ein bisschen Toffee reinzuschmeißen, es mir dann aber anders überlegt. Es war auch so schon ein zusammengeflicktes Desaster.
Als ich es aus der Form geholt habe, stieß ich den Schrei der Verzweiflung aus. Es war ganz eindeutig Mist. Na ja…. Es hat gut geschmeckt, und mein Schwager meinte, über Eis geraspelt sei es herrlich.
