Pimp That Snack
Sprache: Deutsch

„King Chocolate Finger“

Ein riesiger Schokofinger nach Art der Cadbury Fingers

Also beschlossen wir, uns einen Snack in XXL zu bauen. Nur ein Problem: Wir hatten keine Ahnung,
was wir machen wollten! Nach ein paar Drinks haben wir uns für einen Muffin entschieden. Um es
kurz zu machen: Das war kein besonders guter Versuch (aber immer noch besser
als der Mega-Muffin! 😉

Anlauf Nr. 2 war dann ein Schokofinger. Welche Änderungen wir spontan
an unserem Plan vorgenommen haben, erzählen wir unterwegs.

Tag 1:

Erster Halt war der Supermarkt, um die nötigen Zutaten zu besorgen. Wir
haben uns für das Shortbread-Rezept von Delia Smith entschieden, weil es schön
einfach aussah!

Zutaten fürs Shortbread:

jede Menge ungesalzene Butter,
Weizenmehl,
Grieß (wir
haben eigentlich gemahlenen Reis genommen, weil es nichts anderes gab),
feiner goldener Rohrzucker und
eine Prise Salz.

„King Chocolate Finger“: ingredients

Wir sind leicht vom Rezept abgewichen und haben
Backpulver dazugegeben, um es etwas lockerer zu machen.

Was den Schokoüberzug angeht: Na ja, 9 Tafeln Dairy Milk sollten das abdecken.

Gesamtkosten 17,71 £ (plus 1,07 £ für „Recherche“-Material)

Wir haben einen echten Schokofinger vermessen (so ca. 8 cm x 1 cm), und
nach den Zutaten zu urteilen, die wir haben, rechnen wir mit einer XXL-Version hoch
12 (Fehler Nummer 1)

Das Hauptproblem bei einem 3 Fuß langen Schokofinger ist,
dass wir ihn in 3 Teilen machen und diese dann zusammenfügen mussten, sobald
sie gebacken sind. Und genau so sind wir vorgegangen.

Schritt 1: Die Butter cremig schlagen. Schön einfach, wenn die Butter
Raumtemperatur hat, besonders bei der aktuellen Hitzewelle.

„King Chocolate Finger“: mixing

Schritt 2: Den Zucker dazugeben. Eigentlich selbsterklärend.

„King Chocolate Finger“: stir sugar

Schritt 3: Reismehl, Mehl und Backpulver dazugeben und vermengen.
(Das hieß: rühren wie verrückt, bis alle XXL-Bäcker kein Gefühl mehr
in den Armen hatten!)

„King Chocolate Finger“: still kneeding

Schritt 4: Den Teig in 3 separaten Portionen mithilfe von Backpapier ausrollen, um
schöne glatte Zylinder zu formen. Tja, der Kopf ist eben nicht nur zum Haareschneiden da, was?

„King Chocolate Finger“: dough the baking sheet

Schritt 5: Die ausgerollten Zylinder aufs Backblech legen und ab damit
in den Ofen. 150 °C für etwa 2 Stunden.

„King Chocolate Finger“: into the oven

Schritt 6: Zurück zu Schritt 1, weil dir auffällt, dass die Zylinder alle
auseinandergelaufen und zu 1 großen Klumpen verschmolzen sind. Mist. Diesmal bei Schritt 4 die
Zylinder wie Knallbonbons in Backpapier einwickeln, damit sie nicht
auseinanderlaufen.

Nach 2 Stunden merken wir, dass sie immer noch nicht durch sind, und inzwischen
war es ziemlich spät, und unsere schwangere XXL-Bäckerin jammerte nach ihrem Bett. Also
beschlossen wir, die Abschaltautomatik am Herd so einzustellen, dass die Hitze ausgeht, während
wir im Reich der Träume schlummerten und von überdimensionalen Schokosnacks fantasierten. Das
wäre besser, dachten wir, weil das langsame Abkühlen des Ofens
sie schön durchbacken würde. (Und das hat hervorragend geklappt)

Tag 2 – 4:34 Uhr nachmittags im King-Finger-Haus:

Nach dem Auswickeln der Shortbread-Zylinder machen wir die traurige Entdeckung,
dass sie, obwohl das Shortbread perfekt gebacken war, trotzdem
etwas platt geworden waren. Wir hatten wenig Lust, noch mehr
Shortbread zu backen, also erinnerten wir uns stattdessen an den Spruch von Monty Python aus einem alten
Sketch: „Übernehmen. Anpassen und verbessern“. Dazu nahmen wir uns jeden der
Zylinder vor und spalteten ihn entzwei (zu Deutsch für meinen
XXL-Kompagnon: halbiert)

So bekämen wir 6 Schokofinger mit über einem Fuß Länge. Durchaus
akzeptabel. Aber bei so einer Verkleinerung war uns klar, dass wir
dafür sorgen mussten, dass das fertige Teil wie das Original aussieht, also kam es nicht infrage,
die Schokolade einfach nur draufzuschmieren. Wir mussten sicherstellen,
dass wir es mit der Liebe zum Detail übertreiben.

„King Chocolate Finger“: cutting the shortbread

Schritt 1: Den Keks mit Schokolade überziehen und so glatt machen, wie wir
nur irgend konnten.

„King Chocolate Finger“: applying the chocolate

Schritt 2: Einfrieren.

Schritt 3: Mit einem heißen Messer die überschüssige Schokolade rund um den
Boden abschneiden. Die Reste an die schwangere XXL-Bäckerin verfüttern, verschwendet wird hier nichts.

„King Chocolate Finger“: out the freezer

Schritt 4: Mit demselben Messer die Unebenheiten abschaben, damit alles so
flach wie möglich wird.

Schritt 5: Wir haben etwas Küchenpapier in heißes Wasser getaucht und damit
die Oberfläche glatt gestrichen.

„King Chocolate Finger“: smoothing out with warm water

Du wirst uns sicher zustimmen, dass der fertige KCF tatsächlich das perfekte Ebenbild
seines kleinen Bruders ist und ein XXL-Snack, der sich sehen lassen kann.

„King Chocolate Finger“: kcf

„King Chocolate Finger“: obligatory cross section

Ach, und fürs Protokoll: Er hat super geschmeckt!

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