Pimp That Snack
Sprache: Deutsch

„Hot Topic“

Ein riesiger Topic-Riegel mit scharfem Chili-Karamell

3 Tafeln à 400 g Schokolade der Sainsbury’s-Eigenmarke – 4,50 £
4 Tafeln à 100 g Sainsbury’s-Basics-Schokolade – 1 £
6 Nougatriegel von Barretts – 3,60 £
1 Dose Kondensmilch – 97 Pence
175 g Zucker – keine Ahnung
175 g Butter – war im Kühlschrank
etwas Lazy-Garlic-Knoblauch aus dem Glas und Habanero-Tabasco – aus dem Vorratsschrank
Tüte ganze Haselnüsse – 1,49 £
4er-Pack Topic-Riegel zum Vergleich – oh, so ungefähr 1,20 £, schätze ich

Gesamtkosten – etwa 13 £

„Hot Topic“, photo 1 of 10

Ich habe buchstäblich vier Wochen gebraucht, um mich zu entscheiden, auf welchem Schokoriegel dieser Riesen-Snack basieren soll. Die Idee, etwas mit Chilis drin zu machen und dann Flammen draufzumalen, hatte ich schon vor einer Weile, aber mir fiel für keinen Schokoriegel ein anständiges Wortspiel ein. Wir haben über einen Fuse nachgedacht und irgendwann – Schock, Grauen – sogar beschlossen, ihm gar keinen Wortspielnamen zu geben. Mein Schwager hat sogar einen Picnic vorgeschlagen, aber mit Kotze drin, also einen Sick-nic, aber am Ende, nach 2 Gläsern White Zinfandel (mein Mann trinkt sonst nie Wein, und ich glaube, er ist ihm zu Kopf gestiegen), hat sich Ian für den Hot Topic entschieden.

Erschwert wurde die Herstellung dieses Riesen-Snacks auch dadurch, dass die Muse nirgends zu kriegen war; liegt es nur an mir, oder sind Topic-Riegel echt schwer zu finden? Endlich habe ich sie bei Sainsbury’s aufgespürt, im 4er-Pack. Zugegeben, 2 waren schon weg, bevor ich die Zutaten überhaupt in die Küche gebracht hatte …

Ich hatte außerdem völlig vergessen, was in einem Topic drin ist, also habe ich, nachdem ich sie gefunden hatte, Zutaten gekauft, die zur Beschreibung auf der Verpackung zu passen schienen. Nur beim Karamell war ich unschlüssig, aber dann fiel mir ein, wie mein Vater Kondensmilch gekocht hat, um Banoffee zu machen, also habe ich eine Dose davon besorgt und das Rezept auf der Dose abgewandelt.

Nachdem ich mir einen Topic ganze 2 Sekunden lang angesehen hatte, war mir klar, dass die Grundform eigentlich ziemlich eckig ist, wenn auch oben geriffelt. Ich beschloss, meine bewährte Kastenform in Kit-Kat-Form zu nehmen und die Riffel danach hinzuzufügen. Mit etwas Glück konnte ich die Riffel auch wie Flammen aussehen lassen.

Die erste Aufgabe war, eine Schokoladenschicht für die Oberseite zu machen. Wie üblich habe ich Schokolade in der Mikrowelle geschmolzen, in die Form gegossen und eingefroren.

„Hot Topic“, photo 2 of 10

Für das Karamell habe ich Butter und Zucker geschmolzen, dann die Kondensmilch eingerührt und alles zum Kochen gebracht. Als es kochte, kamen die Lazy-Chilis aus dem Glas, die Habanero-Soße und die Tüte Haselnüsse dazu, und ich ließ es unter ständigem Rühren 5 Minuten kochen. Das ist heikles Zeug. Schon wenn man es fünf Sekunden allein lässt, brennt es an und klebt am Topf fest, also pass auf deine Finger und deinen Topf auf, vor allem, wenn es nicht deiner ist.

„Hot Topic“, photo 3 of 10

Statt das heiße Karamell einfach in die Form zu gießen, wodurch ich womöglich keinen Spalt am Rand mehr gehabt hätte, den ich mit Schokolade auffüllen konnte, habe ich es auf Backpapier auf einem Backblech verteilt und im Kühlschrank abkühlen lassen.

„Hot Topic“, photo 4 of 10

Nougat ist ziemlich schwer zu finden, außer man nimmt diesen riesigen rosa-weißen Nougat. Ich bin ein bisschen pedantisch und sehe ungern rosa Nougat, wenn der echte Schokoriegel nur weißen Nougat hat. Also habe ich, während das Karamell abkühlte, die rosa Hälfte vom Nougat abgeschnitten und die 6 weißen Stücke so angeordnet, dass Größe und Form stimmten.

„Hot Topic“, photo 5 of 10

Das Karamell war kalt, die Schokolade gefroren und der Nougat perfekt. Jetzt musste alles zusammengesetzt werden. Ich habe das Karamell vom Blech gekratzt und auf der Schokolade verteilt. Dann habe ich vorsichtig den Nougat daraufgelegt und an den Seiten entlang freigekratzt, damit ich immer noch den ach so wichtigen Spalt hatte. Zurück in den Gefrierschrank!

Nach etwa 20 Minuten habe ich ihn wieder rausgeholt und meinen Spalt noch einmal freigekratzt. Jetzt fehlte nur noch etwas mehr geschmolzene Schokolade, die rund um Nougat und Karamell und über alles drüber gegossen wurde, bis es glatt war.

„Hot Topic“, photo 6 of 10

Nach weiteren 30 Minuten im Gefrierschrank habe ich ihn gestürzt. Weil ich die Form vor der Schokolade großzügig mit Pflanzenöl eingesprüht hatte, rutschte er leichter heraus als bei all meinen bisherigen Projekten. Allerdings sah er immer noch zu eckig aus, also habe ich den letzten Rest Schokolade geschmolzen und in herrlich welliger Manier obendrüber gegossen. Mit einem Cocktailspieß konnte man perfekt Flammen einzeichnen, auch wenn sie nicht besonders gut zu sehen waren.

„Hot Topic“, photo 7 of 10

Nach einer weiteren Runde im Gefrierschrank fand ich, dass er immer noch etwas brauchte, damit er richtig HEISS aussieht. Mir fiel die Schreibglasur ein, die ich noch von Figgie übrig hatte, und als ich merkte, dass Gelb und Rot dabei waren, habe ich die Flammen damit gezeichnet, in vielen Schichten, damit die Farbe intensiver wird.

Da ist er also – und ich sag dir, das Karamell ist wirklich richtig lecker. Es ist sehr süß, hat aber einen schönen Chili-Nachgeschmack. Erst denkst du ‚oh, das ist nicht scharf genug‘, aber dann legt es los und haut dir fast den Kopf weg. Ariba!

„Hot Topic“, photo 8 of 10

„Hot Topic“, photo 9 of 10

„Hot Topic“, photo 10 of 10

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