Pimp That Snack
Sprache: Deutsch

Das Rocher-Projekt

Ein riesiges Ferrero Rocher mit Waffelschale

Als wir Pimp That Snack entdeckt haben, wussten wir sofort, dass wir bei diesem weltweiten Riesen-Snack-Projekt mitmachen würden … die Frage war nur, was wir in XXL nachbauen würden. Nachdem wir uns eine große Auswahl an leckeren Snacks angesehen hatten, haben wir uns für die Wahl des Botschafters entschieden: das Rocher (eine Anspielung auf die berühmte Ferrero-Werbung mit dem Botschafterempfang).

Für uns lag der Schlüssel zum Riesen-Snack-Erfolg in der Schale (ab sofort nur noch ‚die Waff-el‘ genannt). Allein das hat jede Menge Diskussionen und ein paar Probeläufe vor dem großen Tag gekostet. Aber ich greife vor, also fange ich mal von vorne an …

Die erste Aufgabe des Projekts war ein Abstecher zu unserem örtlichen Asda (eine Supermarktkette) –

2 große Tüten Haselnüsse
4 Packungen Eiswaffeln (Waff-eln)
4 Gläser Schokoaufstrich
8 Tafeln Vollmilchschokolade
Goldenes Geschenkpapier
Brauner Karton, Goldstifte und so Zeug, damit es echt aussieht
(Am Ende haben wir mehr gekauft, als wir gebraucht haben …)

Geschätzte Herstellungskosten – 9,39 £

Das Rocher-Projekt, photo 1 of 12

Wie gesagt, wir haben ein paar verschiedene Wege ausprobiert, um die Waff-el zu perfektionieren, und hatten eine unserer Meinung nach geniale Lösung gefunden. Wir haben zwei identische Schüsseln mit Butter eingefettet. Wir haben vorausgedacht und fanden es gut, eine Hälfte in der einen Schüssel und die andere außen auf der anderen Schüssel zu formen, damit die eine fast auf der anderen sitzt, wenn beide knusprig und waff-elig getrocknet sind. Damit sich die Eiswaffeln gut formen ließen, haben wir sie in kochendes Wasser getaucht und dann angefangen, sie in und auf unseren fettigen Schüsseln zu verflechten und zu formen.

Das Rocher-Projekt, photo 2 of 12

Wir mussten die Waff-el-Hälften lange bei niedriger Temperatur backen, damit sie nicht verbrennen oder ungleichmäßig backen. Unsere größte Sorge war, dass die einzelnen Waffeln beim Trocknen nicht zu einer festen Schale zusammenwachsen würden. Zum Glück ist eine aus unserem Riesen-Snack-Team Lehrerin für Ernährungslehre, und sie hatte die glänzende Idee, unsere Konstruktion mit Eiweiß zu bestreichen … Ziemlich genial, fanden wir. Also haben wir Eiweiß aufgepinselt und das Ganze sehr lange in den Ofen geschoben. Sehr. Sehr. Lange.

Das Rocher-Projekt, photo 3 of 12

Dann haben wir uns an die Füllung aus Schokoaufstrich gemacht. Auch hier hatten wir wieder Probleme mit der schieren Größe des Rocher. Schokoaufstrich ist verflixt schweres Zeug, und wir hatten Angst, dass unsere zerbrechliche Schale unter dem Gewicht nicht halten würde. Nachdem wir in unserem kollektiven Kopf hin und her überlegt hatten, kamen wir auf die Idee, den Schokoaufstrich aufzuschlagen, um so viel Luft wie möglich hineinzubekommen, denn unser Motto war: Das Rocher bleibt echt.

Das Rocher-Projekt, photo 4 of 12

Übrigens: Beim ersten Aufschlagen des Schokoaufstrichs haben wir beschlossen, einen Schuss Milch dazuzugeben, damit es richtig in Schwung kommt. Das ging gründlich nach hinten los und machte daraus eine ziemlich pappige Schokopampe. Die haben wir beiseitegestellt und das nächste Glas Schokoaufstrich stattdessen mit Erdnussöl aufgeschlagen.

Als das erledigt war, kamen die Waff-el-Schalen dran. Sie wurden mit Zuckersirup bestrichen … und dann ging’s wieder ab in den Ofen …

Das Rocher-Projekt, photo 5 of 12

Dann kam die Aufgabe, die Monsternuss für die Mitte des Rocher zu machen. Uns war wichtig, den Reiz der ganzen Haselnuss beizubehalten, also haben wir für eine Monster-Haselnuss Schokolade geschmolzen und ganze Haselnüsse daraufgeklebt, dann noch etwas geschmolzene Schoki dazu, das Ganze x-mal wiederholen, und am Ende hat man so etwas hier …

Das Rocher-Projekt, photo 6 of 12

Das Feuerzeug dient nur zum Größenvergleich.

Sobald die Schalen außerhalb des Ofens komplett abgekühlt waren … (das hat lange gedauert. In der Zeit haben wir Bier getrunken und zu Abend gegessen und noch mehr Bier getrunken, und Wodka und ‚russische‘ Kaffees (Kaffee, Wodka und Baileys, falls du dich das gefragt hast))

Das Rocher-Projekt, photo 7 of 12

… haben wir den Schokoaufstrich in eine der Schalen geklatscht. Na ja, ‚geklatscht‘ – in Wirklichkeit waren wir sehr vorsichtig, weil wir uns immer noch nicht sicher waren, wie stabil die Waff-el ist. Die Sorge war unbegründet. Stark wie ein Ochse.

Dann kam die Riesen-Haselnuss dazu

Das Rocher-Projekt, photo 8 of 12

Dann haben wir noch mehr Schokoaufstrich-Mischung auf die Haselnuss-Mitte gehäuft und eine kleinere Menge in die obere Hälfte gegeben, und ganz, ganz vorsichtig haben wir die eine Hälfte auf die andere gesetzt

Zum Glück hatten wir die pappige Schokopampe von vorhin noch nicht entsorgt. Das erwies sich als echter Glücksfall, denn sie funktionierte perfekt als Schokokitt, sodass sich die beiden Hälften ganz leicht zusammenkleben ließen und der Schokohimmel erhalten blieb.

Dann haben wir eine ganze Tüte Haselnüsse in den Magimix gestopft (andere Küchenmaschinen sind erhältlich) und sie zu einer gehackten, nussigen Masse zerkleinert. Wir haben Schokolade in der Mikrowelle geschmolzen und alles miteinander vermischt …

Nachdem wir die Schoko-Nuss-Mischung im kalten Wasserbad abgekühlt hatten, haben wir sie äußerst vorsichtig auf die obere Hälfte des Rocher aufgetragen. Wir hatten das Rocher auf ein Backblech gesetzt, um Tropfen aufzufangen, und dann begann das Bestreichen. An diesem Punkt wurde eine Schublade aus dem Gefrierschrank in den Garten verbannt, wo sie in einer kalten Januarnacht auf dem Grill stand. So war genug Platz für unser rasant-immer-ähnlicher-werdendes Ferrero Rocher.

Nach einer halben Stunde im Gefrierschrank erwartete uns ein sehr fest aussehendes halbes Rocher. Wir haben es schnell umgedreht und angefangen, den Bauch zu bestreichen …

Das Rocher-Projekt, photo 9 of 12

Danach ging es für eine weitere halbe Stunde zurück in den Gefrierschrank.

Inzwischen war es 3 Uhr morgens, und wir waren seit 10 Stunden dabei. Ja, 10 Stunden. Die Motivation war zu diesem Zeitpunkt ziemlich im Keller. Was uns dann aus dem Gefrierschrank entgegenblickte, machte uns alle stolz. Wir haben das Rocher gewogen, und die Kleine (na ja, sie war ja gerade erst geboren …) brachte 2,2 kg auf die Waage (XXL hoch 159. Das Original-FR wiegt winzige 14 Gramm)

Das Rocher-Projekt, photo 10 of 12

Bett. Schlafen.

Am nächsten Tag, frisch wie Schoko-Gänseblümchen, haben wir uns an die Verpackung gemacht.

Den Karton hatten wir schon Anfang der Woche in bester Blue-Peter-Manier (wie in der britischen Kinder-Bastelsendung) vorbereitet … Also mussten wir nur noch Goldpapier zerknüllen, eine Kopie des FR-Logos vergrößern, obendrauf setzen und voilà! Hier ist unser Rocher in voller Pracht

Das Rocher-Projekt, photo 11 of 12

Und zum Schluss der Querschnitt … Hier ist uns ein echter Anfängerfehler passiert. In der ganzen Aufregung und vor lauter Stolz waren wir so überwältigt, dass wir, während wir alle wie verrückt Fotos mit unseren Handys gemacht haben, VERGESSEN haben, ein Foto mit einer RICHTIGEN Kamera zu machen. Was für Trottel. Gott sei Dank gibt es moderne Technik. Ich habe ein Foto per Bluetooth vom Handy auf den Computer geschickt. Also sorry für die schlechte Qualität. Ich fass es nicht, dass wir das gemacht haben. Idioten.

Das Rocher-Projekt: the cross section

Wir sind alle sehr stolz auf unsere Leistung. Wir bleiben dabei: Der Schlüssel zu einem wirklich authentischen FR ist die Schale. Und die haben wir hingekriegt! Jawohl!

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