Lion-Riegel 1
Ein riesiger Lion-Riegel aus Waffeln, Toffee und Schokolade
Was du brauchst
2 x 150 g köstliche Galaxy-Vollmilchschokolade
1 x 80 g Galaxy extra vom Spar, als wir merkten, dass es knapp wurde
2 x 100 g Galaxy-Schokoladen-Ostereier, von Louise geklaut, als die Lage langsam verzweifelt wurde
1 x 50 g Extra-Osterei, freundlicherweise von Daniel gespendet, als er gerade nicht hingeschaut hat. Da musst du schneller sein, Dan
250 g Schokolade der Morrison’s-Eigenmarke ‚Betta Buy‘, die ich aus Versehen statt ‚Vollmilch‘ gekauft habe. Tja … sie sollten sie eben besser beschriften.
3 Schöpfkellen Morrison’s ‚Rice Crackles‘ (für dich: Rice Crispies)
227 g Morrison’s Dairy Toffees (Sahnebonbons)
Ein Klecks feinste Lurpak
264½ g schokoladen-‚aromatisierte‘ Dogan-Waffeln aus dem örtlichen Ramschladen. Wir haben für unseren Versuch etwa 32 schrott-tastische Waffeln verbraucht.
Ein heldenhafter Vorrat an köstlichem Getränk mit Lagerbier-Geschmack.

Zuerst nimmst du die Schokolade, brichst sie in Stücke und gibst sie in eine Metall- (oder Glas-)Schüssel über einem Topf mit kochendem Wasser. So schmilzt sie schön. Diese kostbare Zutat solltest du auf GAR KEINEN Fall in die Mikrowelle stecken, da du sonst Geschmack, Textur oder Konsistenz beeinträchtigen könntest. Außerdem kann der Zucker in der Schokolade schnell die Temperatur eines durchschnittlichen Teilchenbeschleunigers oder der Sonne erreichen. Als dramatischen Beweis sieh dir die Finger von ‚PimpKat‘ Steve Piers an. Sobald die Schokolade geschmolzen ist, gieß sie vorsichtig in einen Plastikbehälter, typischerweise eine große Tupperware™-Sandwich-Behausung, die du nach jedem Besuch wieder verschließen kannst. Sobald eine großzügige Schicht entstanden ist, ist Waffelzeit.

Waffeln. Waffeln Waffeln Waffeln. Es gibt so viele auf dem Markt, aber der gewiefte Riesen-Snack-Bastler sollte immer nach einer Sache Ausschau halten: Billigkeit. Zum Glück haben wir in Morecambe DAS Schnäppchenparadies schlechthin. HOME BARGAINS! Der Name ist Programm, und keine Preise sind niedrigere Preise als bei HOME BARGAINS! Jedenfalls hab ich diesmal voll einen auf international gemacht, Alter. Türkei, um genau zu sein. Diese Spaßpreis-Waffeln schienen von Geschmack oder Schokoladenaroma ziemlich unverseucht, aber Marisa und ich waren uns einig, dass eine neutrale Füllung die Reizüberflutung durch die restlichen Zutaten gut ergänzen würde.

Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für zweimal die 4×4-Formation. Das füllte die Plastik-Snack-Behausung ziemlich gut und ließ Platz für das spätere Toffee und die Schokolade. Lion-Riegel haben überwiegend ein weiches Toffee um die Waffel, und ein härteres Toffee hätte das Ganze gefährden können. Es war reines Glück (vom Experimentieren ganz zu schweigen), aber ein halbes Pfund Morrison’s Dairy Toffees mit einem Klecks Lurpak ergab einen perfekt formbaren, improvisierten Karamell-Sarkophag. Es sah richtig gut aus. Bis …
Schoko-Alarm! Aaaruuuuugaaaah!!! Schlechte Planung, gepaart mit purer Naivität und/oder Arroganz, verursachte ein Problem. Nichts, was sich nicht mit ein bisschen Geld/Zeit/Herzlosigkeit beheben ließe. Zur Erinnerung: Es war Ostermontag, und wir hatten im Haus etwas, das man nur als ‚Schwemme‘ an Schokolade bezeichnen konnte, nur eben nicht in der klassischen rechteckigen Tafelform. Das hieß, wir mussten entweder im Laden an der Ecke Bares für mickrige Tafeln hinblättern oder uns Schokolade aneignen, die einer anderen Person gehörte, in der Absicht, sie ihr dauerhaft zu entziehen. Das eine war Wucher, das andere hieß, gegen Abschnitt 1(a) des britischen Diebstahlgesetzes, des Theft Act 1968, zu verstoßen. Wir haben beides gemacht.

Wir schickten Anthony zum Spar, um die größte Galaxy-Tafel zu holen, die er finden konnte (80 g zu ungefähr demselben Preis wie die beiden Tafeln mit 150 g). Außerdem haben wir den Kindern drei Ostereier geklaut. Wir sind nicht stolz darauf. Falls es ein Trost ist: Sie haben es schnell gemerkt und für ihr Schweigen Waren von höherem Wert angenommen. Ein schönes Beispiel für Familienkorruption, das es mit jedem Kapitel der „Der Pate“-Reihe aufnehmen kann. All das hätte vermieden werden können, wenn ich halb Morrison’s Bestand an VOLLMILCH-Schokolade gekauft hätte statt ihres ZARTBITTER-Zeugs. Tja … für mich sieht das alles gleich aus, und ich hatte es eilig.


Als der Toffee-Sarkophag abgekühlt war, mischten wir die Schokolade mit den Cerealien unserer Wahl. Kein Kellogg’s in diesem Haus, das sag ich dir! Nee, nee, es war Morrison’s Eigenmarke, die wir in die Mischung löffelten, wobei wir aufpassten, nicht zu viel hineinzugeben, sonst hätte es eher nach einem Beitrag zum Kuchenbasar der Grundschule ausgesehen. Mit drei Kellen von Marisa schien das Verhältnis genau richtig, und nach ein paar Minuten war die Masse bereit, als letzte Schicht über das Toffee gegossen zu werden. Wir strichen alles mit einem Plastikspatel so gut es ging an Ort und Stelle und beobachteten, wie etwas vom Schokoaroma der Waffeln heraussickerte, als wollte es seinem Toffee-Schicksal entkommen. Es hatte keine Chance. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten wir den Snack endlich versiegelt, und ich stellte ihn in den Kühlschrank, damit er zu etwas aushärtete, das unserer Meinung nach nur ein weiterer schräger Absatz in der Snack-Geschichte werden würde.


Etwa anderthalb Stunden später holten wir ihn heraus und schnitten ihn auf. Beim Probieren fielen wir auf die Knie. Und siehe, es war sehr gut. Es war nicht länger der zaghafte Snack der Narren. Alle Snacks verneigten sich vor ihm, denn dies war ihr König. Selbst der originale Lion-Riegel in all seiner Majestät von 50 g war nicht würdig und dankte sofort ab. Er war von diesem Biest von einem Festschmaus gezähmt worden, der tatsächlich nichts anderes war als der LION KING BAR – der König der Löwenriegel.

