„Jaffa Cake of Justice“
Ein riesiger Jaffa Cake als Geburtstagskuchen
Mein Mitbewohner Nick und ich sind auf Pimpthatsnack.com gestoßen, weil er Custard Creams (britische Vanillecreme-Doppelkekse) über alles liebt und ihn die Aussicht auf einen riesigen reizte. Doch schon bald waren wir hin und weg von der Pracht der XXL-Jaffa-Cakes (Biskuittörtchen mit Orangengelee und Schokolade) und beschlossen, dass so einer der großartigste Geburtstagskuchen aller Zeiten zu Nicks 23. wäre.
Mir war völlig klar, dass dieser Snack schon zigmal in Riesengröße nachgebaut worden war, und ehrlich gesagt wusste ich nicht so recht, wie ich das noch toppen sollte. Also marschierte ich trotz mangelnder Originalität (und weil ich Nick das ultimative Geburtstagsgeschenk machen wollte) los zum Supermarkt Somerfields, mit einem Jaffa Cake im Kopf und einem Traum im Herzen.
250 g Weizenmehl gratis (war schon im Haus)
250 g ungesalzene Butter 0,76
250 g feiner Zucker 0,65
6 Eier 0,57
2 Päckchen Götterspeise 0,66
1 große Tafel Dairy Milk (Cadbury-Vollmilchschokolade) 1,42
Jaffa Cakes (zu Recherchezwecken) 0,79
1 TL Backpulver gratis (war schon im Haus)
Gesamt: 4,85 £
Ich war ziemlich beeindruckt, dass das alles für weniger als einen Fünfer zu machen war. Und ich habe mir auch die Freiheit genommen, herauszufinden, was es kosten würde, wenn du kein Mehl und Backpulver im Haus hast … schlappe 1,00 £ mehr. Immer noch nicht übel.

Das Werkzeug für mein Meisterwerk.

Als Erstes habe ich die Götterspeise gemacht. Zu meiner angenehmen Überraschung hatte die spottbillige No-Name-Götterspeise trotzdem dieselbe schockierend knallorange Farbe (und denselben Geruch … und Geschmack …) wie die von Hartley’s, die wir alle kennen und lieben. Die beiden Päckchen habe ich mit der Hälfte der üblichen Wassermenge (1 Pint) angesetzt, damit die Götterspeise fester wird, und dann zum Abkühlen in den Kühlschrank gestellt.

Als Nächstes kam der Kuchen, ein simples Rezept aus gleichen Teilen Eiern, Butter, Zucker und Mehl. Zugegeben, inzwischen denke ich, dass ein etwas leichteres, luftigeres Rezept authentischer gewesen wäre, aber geschmacklich war er – *nach Luft schnapp* – besser als das Original.
Ich habe Butter und Zucker cremig geschlagen, die Eier dazugegeben und gut verrührt, dann Mehl und Backpulver untergemischt. Ich musste eine Tarteform nehmen, die ziemlich unpassende Rillen am Rand meines Kuchens hinterließ, aber wir hatten nichts anderes da, und meine Ghetto-Philosophie verbot es mir, eine neue Form zu kaufen.
Ich habe ihn bei 180 °C eine unbekannte Zeit lang gebacken und aus Angst alle 20 Minuten nachgesehen. Als er fertig war, ließ ich ihn über Nacht abkühlen, um ein Götterspeise-schmilzt-auf-warmem-Kuchen-Desaster zu vermeiden, und verbrachte die Nacht mit süßen, jaffaigen Träumen.

Die feste Götterspeise auf den abgekühlten Kuchen zu setzen, kann man nur als seltsam beschreiben. Ich weiß nicht, warum oder wie; das musst du schon selbst ausprobieren, um es herauszufinden.

Im letzten Schritt habe ich die zerbrochene Schokolade im Wasserbad geschmolzen und dann versucht, den Kuchen damit zu überziehen, ohne die Götterspeise zum Schmelzen zu bringen – leichter gesagt als getan. Es brauchte etliche hauchdünne Schichten auf der Götterspeise, die ich jeweils einzeln trocknen lassen musste.


Der fertige Jaffa of Justice! Er war größer als erwartet und auch viel leckerer. Ich gebe zu, dass Zartbitterschokolade wahrscheinlich realistischer gewesen wäre, aber es war Nicks Geburtstag, und ich glaube, er mag Vollmilchschokolade lieber.

Alles in allem war es ein befriedigendes Snack-Erlebnis (siehst du die Freude im Gesicht unseres anderen Mitbewohners Eli??!), und am Samstagabend im Pub sorgte er für stundenlange Bewunderung bei unseren Freunden.