„D’Opal Fruits“
Riesige Starburst-Kaubonbons in Retro-Verpackung
Auf Pimp That Snack schien es einen Überfluss an Snacks auf Schokoladenbasis zu geben, also dachte ich mir, ich baue mal etwas Fruchtigeres, etwas Zäheres in Riesengröße nach …
Was eignet sich da besser für eine XXL-Version als der gute alte Starburst/Chewit/Fruitella (fruchtige Kaubonbons)?!
Also ging’s ab in die Läden, auf der Suche nach diesen zähen Nuggets der Glückseligkeit. Diese Art Süßigkeiten scheint in den letzten Jahren ja irgendwie auf der Strecke geblieben zu sein. Bei den fruchtigen Kaubonbons in der Packung kriegt man heutzutage kaum noch etwas anderes als die frevelhaft-köstlich umbenannten ‚Starbursts‘, vor allem, wenn man nicht weiter fahren will als bis zu Budgens (britische Supermarktkette). Ich kaufte eine lächerlich winzige Packung Starburst, 45 g, und 2 große Tüten zu je 200 g, zusammen mehr als das Achtfache des Originalgewichts! Das würde eine sehr große Packung Süßigkeiten werden! Außerdem brauchte ich noch Papier und Stifte, um eine snacktastische, glänzende Verpackung zu basteln.

Zuerst habe ich beide Tüten aufgemacht, alles durchsortiert und nach Farben gruppiert. Was?! Nur 17 lilafarbene?! Und wo sind die gelben?! Was war denn hier los?! Bei genauerem Hinsehen entdeckte ich, dass die Zitronen-Bonbons mit den Limetten-Bonbons zusammengelegt worden waren, zu einer neuen Pseudo-Geschmacksrichtung namens ‚Zitrone und Limette‘. Schämt euch, Masterfoods, schämt euch.

Ich dachte mir, es müsste ziemlich einfach sein, die einzelnen Starbursts zusammenzukneten: Man braucht acht kleine, um einen großen in denselben Proportionen zu machen. Zuerst habe ich alle Bonbons ausgepackt, dabei aufgepasst, keins zu essen, und plündernde Süßigkeitendiebe abgewehrt. Dann habe ich acht ‚Zitrone und Limette‘ zusammengeknetet.

Das sah super aus, dauerte aber ewig und fiel ständig auseinander, was nervig war, also holte ich meine vergoldete Mikrowelle raus! Andere Riesen-Snack-Bastler hatten mit ihren Mikrowellen anscheinend schon Pannen erlebt, also legte ich vorsichtig ein paar Bonbons für jeweils 40 Sekunden hinein, wonach die armen Starbursts um Gnade flehten und wie Kaugummi herumschlabberten. Das war genau die richtige Zeit, damit die SBs (Starbursts) gerade weich genug wurden, um formbar zu sein, aber nicht so heiß, dass sie mir ein Loch in die Hand brannten. Haha, ihr Trottel.

Dann habe ich gemacht, was als Kind bestimmt nicht nur ich gemacht habe (bitte sag mir nicht, dass ich der einzige Mensch bin, der das je gemacht hat …): die Bonbons in den Händen herumgerollt wie Knete:

Mit einem Riesenmesser, das ich in der Küchenschublade gefunden hatte, und einem Tortenheber habe ich die Bonbons in die richtigen Proportionen gebracht.

Hier sind alle Bonbons geknetet und in Form gebracht:

Durch die Mikrowellenhitze waren sie ein bisschen zu weich geworden, um ihre Form richtig zu halten (ich wollte hier Ecken!), also legte ich sie eine Weile in den Kühlschrank, damit sie etwas fester wurden. In der Zwischenzeit machte ich mich an die Einwickelpapiere. Ich hatte Origamipapier in genau den passenden Farben und schnitt es auf die 4-fache Größe der Originalpapierchen zu. Auf den echten Papierchen ist das SB-Logo, das ich hätte abkupfern können, aber ich wollte nicht dasselbe Design wie diese verdammten Starburst, ich hatte einen besseren Plan …

Ich holte die Bonbons aus dem Kühlschrank und wickelte sie ein, dann maß ich ein Stück gelbes Papier in der richtigen Größe für die Außenverpackung ab, mit dem ich etwas ganz Besonderes anstellte …. (an dieser Stelle musste ich die Außenverpackung über Nacht trocknen lassen). Ich ging ins Bett und träumte von riesigen, goldüberzogenen Bonbons …
Und dann war es geschafft! Hier haben wir das fertige Stück: der Snackdaddy schlechthin, das Fruchtbonbon, das alle Fruchtbonbons in den Schatten stellt! Starburst konnte ich sie nicht nennen, nicht nach allem, was wir zusammen durchgemacht hatten! Das, mein Freund, das waren Opal Fruits (so hießen Starburst in Großbritannien früher), das Bonbon der Könige!

Und natürlich das obligatorische Centerfold, das alles enthüllt:

Weitere mögliche Namen waren:
Opalisierende Fruits
Starbursts von der alten Schule
Starbiatches