„Colossal Caramel XMas Log“
Ein riesiger Tunnock’s Caramel Log fürs Büro zu Weihnachten
Zwei junge Berufstätige (!) beschließen, ihrem fleißigen Büro einen Weihnachts-Baumstamm zu spendieren, den es nie vergessen wird. Insgeheim hegen sie den Wunsch, den großartigsten Snack der Menschheitsgeschichte in XXL nachzubauen – einen Tunnock’s Caramel Log, den schottischen Waffelriegel mit Karamell, Schokolade und Kokos.
Das Schwierigste war, ein klitzekleines Original als Vorlage aufzutreiben – gibt’s die Dinger südlich der Grenze überhaupt zu kaufen? Zahlreiche Handlanger wurden ins Land von Porridge und The Proclaimers entsandt – und siehe – ein Handlanger kehrte triumphierend zurück und brachte die ersehnte Beute. Der Riesen-Snack konnte STARTEN!
Die Zutaten:
3 Dosen ungezuckerte (NICHT dasselbe wie gezuckerte, Becky!) Kondensmilch = 1 £
6 oz Stork-Margarine
6 oz Zucker (plus etwas extra, um das lästige Karamell anzudicken)
4 Packungen Waffeln 1,40 £
800 g Schokolade = 1,84 £
Eine Tüte Kokosraspel 75 Pence
Ein paar Tunnock’s Caramel Logs
Goldpapier 75 Pence

Wir schätzen die Gesamtkosten auf irgendwas um die 7 £, Präzision in der Küche ist nicht gerade unsere Stärke.
Zuerst – Karamell – nach einem altehrwürdigen traditionellen schottischen Rezept – danke, Becs Mama – haben wir einen ganzen Topf Karamell gekocht. Es gab ein kleines Problem – es war die falsche Milch gekauft worden, verflucht seien Becky und ihr Kurzzeitgedächtnis. Tapfer kämpften wir uns über einem heißen Kessel weiter und dickten die verfluchte, flüssige Kondensmilch an. Wir rührten ewig und sahen dabei aus wie die Hexen aus diesem schottischen Stück (minus eine), und am Ende wurde unser Hokuspokus belohnt. Das Karamell war fertig.

Wir ließen das Karamell etwas abkühlen und machten uns derweil an den Waffelkern – ein simples Waffel-Karamell-Sandwich. Wir beschlossen, die Waffeln überlappend zu schichten, um für statische Stabilität zu sorgen. Nach viel Kleberei war unser verlockender Waffelkern fertig. Wir gaben dem ganzen Werk ein paar Minuten, um abzukühlen und zusammenzukleben, weil wir befürchteten, es könnte beim Umdrehen auseinanderfallen. Eine Befürchtung, die sich als völlig berechtigt erwies – aber nichts, was ein bisschen mehr Karamell nicht in den Griff bekommen hätte. Frankensteins von Tunnock’s inspiriertes Monster lebte.

Während das Biest abkühlte, wurden die Kokosraspel in einer Pfanne geröstet und zum Abkühlen beiseitegestellt.

Nachdem wir genug Milchschokolade geschmolzen hatten, um Loch Ness damit zu füllen, ging es ans Draufschwappen. Als die Waffel einigermaßen gleichmäßig bedeckt war, haben wir großzügig Kokos drübergestreut; als alle Seiten fertig waren, traten wir einen Schritt zurück und bewunderten die Früchte unserer Arbeit. Wunderschön. Ein Meisterwerk der Riesen-Snack-Kunst. Ein Beweis dafür, was man an einem einzigen Sonntagnachmittag schaffen kann.


Während unser Baby noch ein letztes Mal ruhen und zusammenkleben durfte, nahmen wir uns vor, eine Monster-Verpackung zu basteln – man sollte meinen, zwei Ingenieursköpfe kriegen eine simple Maßstabsaufgabe hin, aber da irrt man sich leider. Nach viel Pfuscherei lag das Biest schlummernd in seiner riesigen Goldpapierhülle. Becky und ich zogen uns zurück, um den Glühwein auszutrinken und uns zu fragen, was die Leute im Büro wohl von dem Geschenk halten würden, das wir so liebevoll für sie gemacht hatten.
