„Tremendous Toffee Colossal Crisp“
Ein riesiger Toffee-Crisp-Schokoriegel
Alles begann ganz demokratisch mit einer Abstimmung unter den Jugendlichen, welcher Snack in Riesengröße nachgebaut werden sollte. Der Toffee Crisp (ein britischer Schokoriegel mit Toffee und Knusperreis) landete auf Platz eins, auch wenn ein paar der Mädchen einen Galaxy vorschlugen. „Aber das ist doch bloß Schokolade“, wandten die Jungs ein. „Eben“, antworteten sie. Also wurde es der Toffee Crisp.
Planung, Planung, Planung. Die Analyse musste akribisch sein, damit der große XXL-Samstag so glatt lief wie geschmolzene Schokolade über einen Löffelrücken, also wurde ein XXL-Dossier angelegt. Ein Toffee Crisp wurde den gründlichsten Untersuchungen und Tests unterzogen, mit viel Messen und Probieren und einem kleinen Prototyp. Auch die Beschreibungen der bisherigen Riesen-Snacks auf Pimpthatsnack wurden zurate gezogen (danke euch allen für diese hervorragende Sammlung an XXL-Snack-Wissen). Das hier ist ein Schokoriegel – kein Biskuit mit Götterspeise und Vanillesoße. Mit so etwas spaßt man nicht. Obwohl ein Riesen-Trifle gar keine schlechte Idee wäre
Den Samstagvormittag verbrachten wir damit, eine Form zu bauen (mit originalgetreuem Gittermuster am Boden) und die letzten Zutaten zu besorgen. Insgesamt:
4400g Schokolade,
1500g weiche Werthers-Toffees,
eine Packung Puffreis-Cerealien,
etwas Kakaopulver
Puderzucker
und ein paar Päckchen Butter.
Das Ganze kostete ungefähr 20 £.
In der ersten Phase schmolzen James, Brogan und Chris eine kleine Menge Schokolade und gossen sie als Boden in die Form. Etwa 10mm für unseren Toffee Crisp, der rund 482mm lang werden sollte (fast im Maßstab x5). Brogan fing schon mal an, das Geschirr für die nächste Phase abzuwaschen (Ehrenmann!), während die Schokolade zum Festwerden in den Kühlschrank gequetscht wurde. (Notiz an mich: Alle Kühlschränke scheinen innen etwas weniger als 46cm tief und breit zu sein.) Währenddessen begannen Athie und Molly, die Verpackung zu bemalen.
Für das knusprige Innenleben stützten wir uns auf die Lehren aus einem bereits vorhandenen Riesen-Snack auf der Website (dem hervorragenden Toffee Crisp Biscuit Project http://www.pimpthatsnack.com/project.php?projectID=320&pageID=1) und vermischten etwa 800g Schokolade, ungefähr ein Päckchen Butter und großzügige Prisen Puderzucker und Kakaopulver zu einer Art grober Trüffelmasse, zu der wir so lange Puffreis gaben, bis das angemessen hohe Knusper-zu-Trüffel-Verhältnis erreicht war. Ein kurzer Geschmackstest von Molly und Chloe bestätigte die Mischung. Sie wurde in eine innere Form geschaufelt und wieder zum Festwerden kaltgestellt, wobei ein Stuhl die Kühlschranktür zuhielt.
Alle Mann an Deck, um die Werthers auszupacken und in die Schüssel zu werfen. Das Schmelzen der Toffees dauerte ein Weilchen, aber schließlich bekamen Alex, Dan und Charlotte eine glatte, flüssige Pampe hin, der etwas Butter zugefügt wurde, damit das Toffee im fertigen Riesen-Snack weicher wird. Das Video zeigt, ob diese Strategie aufging oder eher nicht. Nächstes Mal vielleicht mehr Butter. Das Toffee wurde über die knusprige Mitte gegossen, mit einem halbherzigen Versuch, die leicht gewölbte Form eines Toffee Crisp hinzukriegen. Leider wurden solche Details, so authentisch sie auch sein mögen, zum Luxus, da der Tag schnell verging. Wieder ab in den Kühlschrank.
Dann wurde der Rest der Schokolade in die Schüssel gebrochen, und die Mädchen widmeten dem Geschehen plötzlich besondere Aufmerksamkeit. Ian und die Jungs berechneten derweil den Brennwert unseres Riesen-Snacks: 11691 Kalorien, 585 % des GDA-Tagesrichtwerts für Erwachsene. Wie zuvor wurde die Schokolade auf dem Herd über kochendem Wasser geschmolzen. Die Mädchen trugen nach kräftigem Rühren nur leichte Verbrennungen davon – und seltsam schokoladige Gesichter, Ursache unbekannt.
Die innere Form wurde entfernt und die flüssige Schokolade obendrüber gegossen. Ein bisschen Biegen der Seitenwände half, sie an den Rändern hinunterzudrücken. Es folgten angespannte Minuten, Stunden und sogar Tage, in denen der mächtige Riesen-Snack still im Kühlschrank ruhte. Sobald er fest war, wurde er hochkant gestellt, damit die Tür richtig zuging. Jetzt weiß ich, wozu es Gefriertruhen gibt.
Fast eine Woche später (ja, eine Woche) wurde der Riegel zur Vorbereitung der großen Enthüllung aus der Form geholt und abgeschabt, um ihn in Form zu bringen. Ein Rest Schokolade wurde geschmolzen und über den Riegel gestrichen, um ihm die typisch geriffelte Oberseite zu verpassen und ein paar Löcher an den Seiten zu flicken. Das kühlte schnell ab, während die Verpackung in Form getackert wurde. Auftrag mehr als erledigt.
Jeder bekam ein Stück ab, wobei mehrere Messer stumpf wurden. Schau dir das Video an!
Sah gut aus und schmeckte himmlisch. Gibt’s noch was zu sagen?