Des Teufels Schokoladenorange
Eine riesige Spalte Terry’s Chocolate Orange
Schritt 1: Der erste logische Schritt ist natürlich, den Teufel zu finden und ihn zu fragen, wie groß
er seine Schokoladenorangen mag. Leider konnte ich den Bösen nicht wirklich
festbinden, um ihn zu fragen, also habe ich über einen gemeinsamen Freund erfahren, dass er
seine Schokoladenorangen 125-mal so groß isst. Na gut, dachte ich,
mal sehen, was ich tun kann
Schritt 2: Planung. Ich habe eine Terry’s Chocolate
Orange (eine Kugel aus Schokolade mit Orangengeschmack, in Spalten geteilt) gekauft und vermessen und dann ausgerechnet, wie groß der Teufel seine haben will. Es
stellt sich heraus, dass Luzifer eine Schokoladenorange mit sagenhaften 32,5 cm
Durchmesser will. Die ist locker so groß wie ein Fußball.

Schritt 3: Da ich bei Morrisons (eine Supermarktkette) kein geeignetes Material für eine Form gesehen habe, habe ich mich
in meinem Snack-Palast umgesehen. Ich habe beschlossen, meinen krassen Lavalampen-Karton als
Form zu nehmen und ihn (unklugerweise) mit normalem Tesafilm zusammenzukleben.

Schritt 4: Ich habe ausgerechnet, wie viel Schokolade das eigentlich ist – es sind
21,875 kg. Als ich an die günstigen 25 Pence für 100 g bei Morrisons dachte, ist mir
schnell klar geworden, dass das über 50 £ kosten würde. Ich hab’s ja echt drauf im Snack-Aufmotzen,
aber so dicke nun auch wieder nicht, und wusste, dass ich mir das nie leisten könnte, also
habe ich beschlossen, eine einzelne Spalte zu machen und weitere nur auf Bestellung für meine
Hoes und den Teufel. Zum Glück kostet das nur 3 £ und entspricht
knapp über 1 kg – snacktastisch.
Schritt 5: Zutaten kaufen: Schokolade und Orangenaroma.

Schritt 6: Die Schokolade schmelzen, wie es sich für echte Snack-Profis gehört, indem man sie über
kochendem Wasser erhitzt.

Schritt 7: Der knifflige Teil. Da ich ganz allein am Werk war, musste ich mir einen Trichter
aus einer Zeitschrift basteln, ihn festhalten und die Schokolade eingießen (und ein
Foto machen) – alles gleichzeitig.
KATASTROPHE. Mit der randvoll gefüllten Form war ich ganz zuversichtlich,
wollte sie gerade in den Kühlschrank stellen, als der Tesafilm nachgibt und die
schokoladig-orangige Köstlichkeit aus dem Inneren freikommt und in den
Abfluss fließt.

Schritt 8: Weinen.
Schritt 9: Weil ich den Zorn des Beelzebub nicht zu spüren bekommen wollte, habe ich mich
zusammengerissen. Ich konnte einen Teil der Schokolade retten und habe die Form trotzdem in
den Kühlschrank gestellt, um zu sehen, ob meine Konstruktion funktioniert. Dann bin ich schnell
einkaufen gegangen, um extrastarkes Gewebeband (also 3 £ zum Preis dazurechnen) und noch
mehr Schokolade zu holen. Mal sehen, ob du das toppen kannst, du Schokoteufel.
Schritt 10: Abwarten, wie sich die halb gefüllte Form macht. Form stürzen
und bestaunen, was daraus hätte werden können.
Schritt 11: Schokolade erhitzen und die Form wieder füllen, diesmal eine deiner
Hoes einspannen, damit sie ein Werbefoto vom Eingießen macht.

Schritt 13: Über Nacht einfrieren, am Morgen stürzen und staunen.

Leider habe ich einen typischen Anfängerfehler gemacht: Als ich die
Form nach der ersten Katastrophe neu gebaut habe, habe ich das Logo richtig herum angebracht,
und deshalb kommt es auf der Schokolade spiegelverkehrt raus, aber ich schätze,
der Teufel will es sowieso nicht normal und langweilig … als Herr der
Unterwelt und so.

Davon abgesehen gar nicht schlecht, finde
ich: eine Spalte Chocolate Orange mit rund 1,3 kg. Was sagt der Teufel
dazu? Heute ist der Tag des Tieres, also ist er unterwegs und sorgt für Tod und
Zerstörung, deshalb hatte ich noch keine Gelegenheit, ihn zu fragen. Für alle
Snack-Profis unter euch, die wissen wollen, ob’s schmeckt, hier ein Zitat von einer meiner
Hoes: „Ich glaube, die mag ich lieber als die von Terry’s.“ Snacktastischer Erfolg.