Riesiges Licorice Allsort
Zutaten
400 g gezuckerte Kondensmilch aus der Dose
300 g Kokosraspeln
300 g Puderzucker
Cochenille (roter Lebensmittelfarbstoff)
Australisches Weichlakritz = etwa ¼ der abgebildeten Packung
Eine Packung Bertie Bassetts (Liquorice Allsorts, englisches Lakritzkonfekt) zum Vergleich
Kosten – 3,73 £

Mein glamouröser Assistent und ich hatten die Idee schon lange, bevor die anderen Allsorts hier aufgetaucht sind, aber wir wollten von vornherein weniger ehrgeizig sein und nur die rosa Kokos-Teile machen.
Nachdem wir ein bisschen darüber nachgedacht hatten, wie groß ein rosa Kokos-Allsort maximal werden darf, damit es noch halbwegs essbar ist, wurde eine Tupperdose zweckentfremdet. Da die nicht besonders flexibel ist, haben wir beschlossen, sie mit Antihaft-Backpapier auszukleiden (Tipp an alle anderen Riesen-Snack-Bastler – das Zeug ist super, fast nichts bleibt daran kleben, es ist robust und hitzebeständig, die perfekte Auskleidung für jede Form, die dir einfällt).

Die Wahl des Lakritzes war knifflig – uns fiel keine Möglichkeit ein, eine größere Menge zu schmelzen und zusammenzumatschen, und große Lakritzprodukte gab es auch nirgends einfach so zu kaufen. Schließlich schlug der Lakritzkenner diese hier vor – kurze Streifen aus eher weichem Lakritz. Ein Bündel Streifen wurde zusammengelegt, gequetscht und gerollt, damit sie aneinander kleben, und das ergab ein hübsches, blumenähnliches Muster – ein bisschen zu hoch für die Dose, aber das konnte man später noch kürzen.
Nach ausgiebiger Recherche im WWW habe ich ein Rezept für Coconut Ice (Kokos-Konfekt) gefunden, bei dem nichts gekocht werden muss und das laut meinem glamourösen Assistenten dem Zeug ähnelt, das er als Kind gemacht hat und das sehr gut essbar war. Kondensmilch, Puderzucker und Kokos – schön einfach…

Da alles eine Farbe haben sollte, haben wir beschlossen, die gleich am Anfang dazuzugeben (mein GA, also glamouröser Assistent, wusste noch, dass es echt harte Arbeit ist, sie erst später unterzumischen, wie es im Rezept steht). Ein halber TL Cochenille schien der Milch die richtige Farbe zu geben (wenn man einrechnet, dass Zucker und Kokos das Ganze später noch aufhellen)
Nächster Schritt: den Puderzucker dazugeben. Weil der so pudrig ist, war am Ende der Großteil der Küche von einer feinen Staubschicht bedeckt, die beim Rühren in die Luft gewirbelt wurde.

An dem Punkt haben wir gemerkt, dass die Schüssel nicht groß genug sein würde, um die Kokosraspeln unterzurühren (und dass wir am Ende mehr Kokosmasse haben würden, als in die Dose passt). Also die Mischung in eine größere Schüssel umgefüllt…
Nächster Schritt – die Kokosraspeln unterrühren. Das ist schwerer, als du denkst – die ganze Masse wird steif, und es ist, als würdest du Kitt rühren. Wir haben uns abgewechselt und etwa 15 Minuten gebraucht, bis alles vermengt war.

Dann habe ich das Lakritzbündel ungefähr in die Mitte der Dose gehalten, während mein GA die Kokosmasse reingelöffelt und mit einer Gabel festgedrückt hat. Wir haben schnell gemerkt, dass es noch für zwei mittelgroße Allsorts reicht, gemacht in diesen Kochringen, die man aus „Ready Steady Cook“ und anderen schicken Kochsendungen kennt. Die Lakritzbündel dafür mussten nur halb so hoch sein, also haben wir einfach dieselbe Menge Lakritz gebündelt und in der Mitte durchgeschnitten, und dann wieder: festhalten und festdrücken.

Nachdem sie über Nacht im Kühlschrank geruht hatten (wie im Rezept empfohlen), wurden die Allsorts gestürzt. Die kleinen haben wir gelöst, indem wir mit einem Messer innen am Ring entlanggefahren sind; das große kam wie im Traum aus der Form, und das Papier ließ sich problemlos abziehen.

Et voilà! Das obligatorische Foto mit einem in „Normalgröße“ zum Vergleich. Das größere ist ein bisschen aus den Proportionen geraten (wenn wir es noch mal machen würden, käme noch eine Lakritzschicht dazu), sieht aber eher so aus wie früher, als ich noch ein junges Mädel war und die Kokosschicht dicker war.

Zum Schluss ein Stapel Allsorts. Man sagt mir, sie hätten ziemlich gut geschmeckt (ich persönlich hasse Lakritz und knabbere deshalb nur die Kokosmasse vom großen ab)
