„Boom Tart“
Ein riesiger Pop-Tart mit Blaubeerfüllung
Ich hatte mir zu Beginn meines Abschlussjahrs geschworen, dass ich mir
vor meinem Abschluss einen riesigen Pop-Tart (gefülltes Toastgebäck aus den USA) backen und ihn mit in die Schule bringen würde. Nach einer
gewaltigen Phase der Aufschieberitis war es fünfzehn Tage vor der Abschlussfeier
endlich Zeit zum Backen. Ja, ich weiß. Gab’s schon. Aber warum nicht mal Blaubeere
diesmal
STATT Erdbeere? Der Boom-Tart war bereit, das Licht der Welt zu erblicken.
Die Zutaten:
1 Packung Ready-Dough-Fertigteig à 3 lb
2 Schachteln (je 16 oz.) Puderzucker
2 Gläser (je 12 oz.) Blaubeerkonfitüre
1 Glas Melasse
1 Packung Streusel
Vanilleextrakt
JEDE MENGE Mehl
Etwas Kristallzucker
Backspray mit Butteraroma

Ein paar Zutaten sind nicht auf dem Foto, weil ich sie vergessen habe.
Na
ja. Ich konnte weder Mürbeteig noch eine Backmischung dafür finden und
hatte keine Zeit, ihn selbst zu machen, also musste ich mit Brotteig
vorliebnehmen, was aber prima geklappt hat. Und nur fürs Protokoll: Ich HASSE Backspray.
Das Zeug ist ekelhaft. Ich hab es nur benutzt, damit das Mehl am Blech hält, und danach
flog es ganz schnell in den Müll.
Wie auch immer … Da lagen sie nun … drei halb aufgetaute Blöcke Brotteig … Mann,
da stand mir was bevor. Es gab noch ein Foto, auf dem ich den Teig
in
einer Schüssel zermatscht und auch noch Zucker untergemischt hatte, aber meine Kamera ist blöd.

Dieser Teil hat Spaß gemacht … oder war zumindest interessant, gelinde gesagt. Mach mal ein Glas
Blaubeerkonfitüre auf und halt es über eine leere Schüssel. Mal sehen, wie weit du
kommst
ohne Löffel … nirgendwohin. Genau. Kein noch so heftiges Klopfen, Tippen oder
genervtes Schütteln kriegt mehr als ein einziges Molekül von dem Zeug
aus dem Glas.

Ich holte einen Löffel und rührte ein paar Löffel Instant-Sauerei-Melasse unter, nur
um festzustellen, dass sie noch flüssiger war als die Marmelade selbst. Ich war frustriert. Sie
war außerdem bitter. Und auf meinem Fuß. Um die Melasse auszugleichen, kommt ein bisschen
Zucker hinein, außerdem 60 Prozent des zweiten Glases. Heb den Rest für
ein
Sandwich auf, denn selbst von dem, was in der Schüssel ist, bleibt noch was übrig … für ein eher
dessertiges Sandwich – macht ZWEI Sandwiches in einem. Guter Deal!

Während die Füllung eindickte, war es Zeit, den Teig vorzubereiten. Ich
besprühte das Blech mit dem ozonfressenden Haftmittel und bestäubte es mit
Mehl.
Den Teig halbieren und aufs Blech klatschen. Ich habe eine gute Stunde lang versucht,
diesen Teig platt zu kriegen. Ich drückte ihn runter und er kroch wieder zurück. Es war, als ob
das
mehlige Biest sich über mich lustig machen würde. Tja, mit einem Plastikbecher und etwas Gewalt
habe ich
ihm gezeigt, wer hier in der Küche das Sagen hat. Mit Schicht
Nummer zwei lief es ähnlich, und dann war endlich die Füllung dran.

An Füllung mangelt’s jedenfalls nicht … Das gibt garantiert eine Riesensauerei. Ich konnte es
spüren.
Ich legte die zweite Schicht drauf und bestrich sie mit einem Pinsel schön mit
etwas
Vanille. Sieht aus wie ein Chicken Crunchwrap von Taco Bell. Kurz die Ränder
rundum zusammengedrückt und ab in den Ofen.

Ich hab das Teil reingeschmissen. 20 Minuten bei 400 °F, und fertig war das Ding. Mann,
hatte
ich recht.

Tja, also … Die Füllung war ausgelaufen, wie vorhergesagt. Hmm … Wie wär’s, wenn wir
die Ränder noch mal zusammendrücken … und es abdecken … Das klappt schon.

Zeit für den Zuckerguss! Tja, zwei Pfund Puderzucker waren ganz schön viel … Eine Schachtel hat
die
Schüssel sogar schon bis zum Rand gefüllt. Ich blieb bei der einen, kippte
ungefähr 2 1/2 EL Vanilleextrakt und 1 1/2 Tassen Wasser dazu. Ich
rührte alles um (und schmuggelte noch 3 EL Frischkäse-Frosting mit rein), und
voilà! Eine Schüssel Puderzucker-Guss! Der war SÜSS.
Zeit für eine Sandwichpause. Mmm, Thunfisch.

Handtuch runter, Guss drauf, Streusel drüberstreuen und BAM!

Ein genialer Riesen-Snack! Das Blaubeer-Biest kratzte an gut 2 Fuß
Länge. Es war etwas mehr als einen Fuß breit und knapp 1/2
Fuß hoch. Ganz klar eine echte XXL-Version. Auf dem Foto sieht es etwas schlampig aus, aber
das ausgelaufene Zeug ist einfach am Blech kleben geblieben, und das Endergebnis sah
sehr Pop-Tart-mäßig aus. Die ausgelaufene Füllung hatte die Konsistenz eines Fruit
Roll-Ups (Fruchtleder zum Abrollen), also hat das Essen Spaß gemacht.

Da ist er. Der Boom-Tart. Im Kühlschrank und bereit für die morgige
Präsentation in der Schule. Eine Eins ist mir sicher. Ich hab versucht, ein Logo draufzumalen, aber
mir ging
der Marker aus, also hab ich’s gelassen.
Er hat mich etwa 10 US-Dollar gekostet und wog irgendwo zwischen 5
und
10 lbs.