„Iced Vovo“
Ein riesiger australischer Keks mit Marshmallow und Kokos
Für unseren reizenden, wenn nicht gar furchterregenden, allerersten Riesen-Snack-Versuch haben wir als kreatives Gespann nach langem Streiten beschlossen, den Iced Vovo von Arnott’s zu machen. Wir wollten etwas machen, das wir als typisch australisch empfanden, aber nachdem wir diese Website endlos durchstöbert hatten, stießen wir auf den Marshmallow-Keks, der genau wie ein Iced Vovo aussieht! Da es ja so gar nicht Australiens Art ist, Ideen aus anderen Ländern zu klauen, ihnen einen neuen Namen zu verpassen und eine australische Flagge draufzupflanzen, haben wir entschieden, dass der Marshmallow-Keks unsere minderwertige Fälschung der stolzen australischen „Tradition“ des Arnott’s-Kekses ist. Wir präsentieren dir den Iced WHOAvo.
Zutaten
Im Grunde ist ein Iced Vovo ein Keks mit einem Marmeladen-„Landestreifen“ obendrauf, fluffigem rosa Marshmallow, das sich links und rechts neben der Marmelade drapiert, und einer Scheißladung (technische Maßeinheit) Kokosraspeln. Den Großteil dieser Zutaten haben wir geklaut, weil wir zu arm sind, um unser unrechtmäßig erworbenes Lohnsklaveneinkommen für Riesenkekse auszugeben. Natürlich haben wir, erbärmliche Grenzfälle zwischen Gen Y und Gen X, die wir nun mal sind, den Großteil der Zutaten bei unseren Eltern geklaut.
Alles in allem haben wir für die „Studien“-Packung Iced Vovos 3,50 $ bezahlt, für eine Dose (ja, eine DOSE) Marmelade 1,20 $ (die überraschenderweise verstaubt war), für ein Stück Butter 1 $ und für etwas Gelatine 80 Cent – insgesamt haben wir also läppische 6,50 $ hingeblättert
Die anderen Zutaten, die wir brauchten, waren Kokosraspeln, Mehl, Zucker, Eier, Vanilleextrakt und rote Lebensmittelfarbe (würde im Laden grob geschätzt vielleicht 6 $ kosten).

Also ging’s los. Nachdem wir den Vormittag mit Bierbrauen verbracht hatten, waren wir ein bisschen angeschickert, ein bisschen berauscht von unserer eigenen Macht und ein bisschen zu scharf darauf, bloß nicht die Verantwortung zu haben. Wir kamen überraschend gut klar, mit nur ein paar kleinen Hicksern (reden wir nie wieder über den Nippel-Vorfall).
Zuerst haben wir den Keks gemacht. Butter, Mehl, Zucker, Eier, Vanilleextrakt in unterschiedlichen Mengen, und ab damit auf ein Blech zum Backen.



Während der Riesenkeks im Ofen war, haben wir die Gelatine für das Marshmallow angesetzt. Achtung: Kochende Gelatine riecht nach der größten Annäherung an Kamelhoden, die ich je kennenlernen werde. Wir haben uns an die Anleitung für Marshmallows gehalten (im Grunde Zuckersirup mit Gelatine 10 Minuten lang kochen) und die Masse in Formen gefüllt, um die fluffigen Marshmallow-Kissen zu machen, die wir von den Iced Vovos unserer Kindheit in Erinnerung hatten (wie erbärmlich sind die heute?!?! Da ist kaum noch was drauf, und für den Däumling wären sie ein anständiger Keks!).
Wir schlagen die Gelatinemischung, bis sie ganz fluffig wird wie Eiweiß. Die Lebensmittelfarbe dazugeben. *Praktischer Tipp: Versuch nicht, gleichzeitig Lebensmittelfarbe reinzukippen und künstlerische Fotos zu machen. Sonst hast du am Ende neonpinke Marshmallow-Nippel!


Ab in den Kühlschrank zum Festwerden kamen die „Nippel“, wie wir sie liebevoll nannten, und auf dem Keks nahm die Konstruktion ihren Anfang! (Ich stelle mir vor, wie Tobias aus Arrested Development diesen Satz sagt)


Die Dinger aus der Form zu stürzen war das Ekligste, was ich in meinem ganzen Leben je anfassen musste. Wir haben obendrauf noch etwas mehr Marshmallow aufgeplustert, damit es diesen „frisch gespritzt“-Look bekommt. Die Kokosraspeln draufgeschmissen, und ehrlich… als es fertig war, dachten wir nur: Was zur HÖLLE sollen wir jetzt mit dem Ding anfangen?

